Asphalt kann nur heiß verarbeitet werden
Radweg, Bundesstraße oder Autobahn: 90 Prozent aller befestigen Straßen in Deutschland sind aus Asphalt. 40 Millionen Tonnen der schwarzen Masse werden jährlich in Asphaltwerken gemischt und mit speziellen Thermotransportern zur Baustelle gefahren. Denn Asphalt kann nur heiß verarbeitet werden.
Der Basaltsteinbruch bei Adelebsen
Ein häufig genutzter Stein im Asphalt ist Basalt. Deutschlands nördlichster Basaltsteinbruch liegt in Adelebsen, etwa 20 Kilometer westlich von Göttingen. Um an das Gestein zu kommen, müssen Sprengmeister Hans-Jürgen Gruber und sein Team eine 80 Meter lange Felswand absprengen. Zwei Tonnen Dynamit werden dafür in die Luft gejagt. Danach wird der gesprengte Fels abgebaggert und in riesigen Brechanlagen zerkleinert.
Auch alter Altasphalt kann recycelt werden
Das Asphaltmischwerk in Hamburg-Wilhelmsburg ist eines von 118 Werken in Norddeutschland. Hier werden verschiedene Gesteinssorten bei fast 300 Grad Celsius zu Asphalt vermischt. Eine weitere Besonderheit in dem Werk ist das Recycling von Altasphalt. Denn aus altem Straßenbelag kann über ein spezielles Verfahren wieder neuer Asphalt hergestellt werden, der zurück auf die Baustelle geht, um eine Fahrbahn zu erneuern. "Die Nordreportage" zeigt den Weg des Asphalts von der Sprengung einer Basaltwand im Steinbruch bis zu einer sanierten Straße in Hannover.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 08.09.2023 um 15:00 Uhr auf NDR.