

Gleich vor den Toren der Stadt und dennoch kaum bekannt: der Speichersee mit seinen Fischteichen im Nordosten Münchens. Dabei ist er nach Meinung von Fachleuten für den Naturschutz einer der wichtigsten Plätze Oberbayerns. Zugvögel aus allen Teilen Europas legen hier Rast ein. Dabei ist das gar nicht offiziell Naturschutzgebiet. Zwischen Großstadt und Flughafen, eingekeilt von Autobahn, Pkw-Teststrecke und Wasserkraftwerk, könnte man meinen, der See sei in einen Dornröschenschlaf verfallen – nur wenige Spaziergänger verirren sich in seine Nähe und das Kerngebiet ist unzugänglich.
Doch gerade deshalb ist es ein Paradies für Wasservögel – wegen seiner Abgeschiedenheit und dem Nahrungsreichtum hat sich das Betriebsgelände des Kraftwerks zu einem Feuchtgebiet internationaler Bedeutung (Ramsargebiet) entwickelt. Rund 40.000 Entenvögel tummeln sich hier zur Mauserzeit und mehr als 300 teils sehr seltene Vogelarten wurden hier schon beobachtet.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 21.08.2023 um 10:50 Uhr auf BR.