

* Griff nach der Freiheit – Der 17. Juni 1953
Film von Andreas Christoph Schmidt und Artem Demenok
60 Jahre ist der Aufstand in der DDR her. Wie es zum 17. Juni 1953 kam, war immer auch eine Frage der Sichtweise. Arbeiteraufstand? Spontaner Volksaufstand? Westliche Einflussnahme? Der Film rekonstruiert den Verlauf, zeigt, dass der 17. Juni ohne die Ereignisse in den Tagen und Wochen davor nicht denkbar gewesen wäre. Und er erzählt, was der 17. Juni" für den Osten und den Westen bedeutete.
Der Film erzählt die Geschichte des Aufstands, der blutig niedergeschlagen wurde und in dessen Folge über 50 Menschen starben. Der Film reflektiert gleichzeitig über seine Bedeutung für Deutschland heute. Es gibt immer noch Neues zu entdecken. Ist es eigentlich richtig, dass der Aufstand am 16. Juni bei den Bauarbeitern der Stalinallee ausbrach? Oder fing es nicht bereits am 12. Juni an, als in der Stadt Brandenburg politische Gefangene befreit wurden? Der "17. Juni" ist nie ganz aus dem Zwielicht, in das ihn geschickte Propaganda stellte, herausgetreten.
* Erich Loest – Durch das Leben ein Riss
Film von René Römer
Jede Katastrophe, jeder Irrglaube, nahezu jeder Bruch der vergangenen neun Jahrzehnte deutscher Geschichte manifestiert sich wie in wohl kaum einer zweiten Biografie im Leben des Erich Loest: Hitlerjunge und Fähnleinführer, MG-Schütze und Werwolf, strammer SED-Kader und dann verurteilter Konterrevolutionär und politischer Häftling in Bautzen, in den Westen vertriebener Schriftsteller und Heimkehrer in seine Heldenstadt Leipzig. Dort ein immerwährender Einmischer und kritischer Begleiter.
Der Film zeichnet ein Porträt der jüngeren deutschen Geschichte und zugleich das Bild eines Unbeugsamen, eines aufrecht Gehenden, der sich stets selbst in Frage stellte, um dann - wie nur wenige Menschen - eine einmal erkannte Wahrheit zu verteidigen. Selbstbestimmt setzte der 87-jährige, schwer kranke Schriftsteller das Ende: Erich Loest wählte nur 14 Tage nach Abschluss der Dreharbeiten den Freitod.
* Kampf um die Freiheit – 5 Anläufe zur Demokratie
Film von Mario Sporn, Peter Hartl, Stefan Brauburger
70 Jahre nach dem DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und 175 Jahre nach der deutschen Revolution von 1848 zeichnet die Dokumentation den langen Weg Deutschlands zur Demokratie nach. Es brauchte mehrere Anläufe, bis 1990 die drei historischen Ziele erreicht wurden: Deutschlands Einheit, in Freiheit und in Frieden mit den Nachbarn. Die Reise in die Vergangenheit will zeigen, was es bedeutet, eine Demokratie zu erkämpfen, sie aufzubauen, mit Leben zu erfüllen und ihre Akzeptanz zu sichern.
In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 24.06.2023 um 10:00 Uhr auf phoenix.