

Der erste Teil der "Terra X"-Dokumentation "Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht" erzählt die dramatische Geschichte des Kaufmanns Johann Wittenborg, der als Bürgermeister von Lübeck mit einer Kriegsflotte gegen den König der Dänen segelt. Es kommt zu einem Showdown zwischen Bürger und König.
In einem Zusammenspiel von Dokumentation, Reenactment und CGI verfolgt "Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht" die steile Karriere des bedeutenden Handelsbundes des Mittelalters. Für den ZDF-Zweiteiler begleitet das "Terra X"-Team in Lübeck die bislang größte archäologische Grabung zur Hanse. Renommierte Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen geben den neuesten Stand zu einem einzigartigen Phänomen des Mittelalters wieder, das seiner Zeit in vielen Bereichen weit voraus war und damit die Grundlagen für unser heutiges Europa bereitete.
Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht (2)
Im zweiten Teil der Dokumentation "Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht" steht das Handelsimperium der deutschen Kaufleute an einem Scheideweg. Immer mehr Menschen wollen am Reichtum der Hanse teilhaben. Die Handwerkerzünfte rebellieren gegen die herrschenden reichen Fernhandelskaufleute der Städte, und auf den Meeren treiben Piraten ihr Unwesen, die von den immer mehr anschwellenden Warenströmen der Hanse angezogen werden. Der gefürchtetste Pirat: ein gewisser Klaus Störtebeker.
Die Hanse ist durch ihn und seine Kumpanen in Gefahr, denn ihr höchstes Gut ist immer noch der freie, ungestörte und verlässliche Handel. Kurz vor der Jahrhundertwende nehmen die Überfälle an den Ostseeküsten bedrohliche Ausmaße an. Freibeuter überfallen die Hanseschiffe, der Osthandel kommt beinahe zum Erliegen. Die Kaufleute, darunter der junge Hildebrand Veckinchusen, müssen etwas unternehmen, denn ihre Profitgier ist groß und auch durch Piratenflaggen nicht zu stoppen. Es geht um den Erhalt von Macht und Geld - und Veckinchusen ist ein Mann, der mit Leidenschaft spekuliert und schließlich für das Geschäft seines Lebens alles auf eine Karte setzt.
Die Macht der Superreichen - Aristoteles Onassis
Film von Rudolph Herzog, ZDFinfo 2022
Vom Flüchtlingsjungen zur Ikone der Superreichen: Aristoteles Onassis frönt dem Luxus, verführt die schönsten Frauen seiner Zeit. Doch sein Leben endet in einer Tragödie.
Zum Aufstieg in den Olymp der Milliardäre sind dem Reederei-König alle Mittel recht: Ohne Skrupel manipuliert er die Mächtigen und verhandelt Deals der Superlative. Dabei wird er zum Vorreiter eines globalisierten Wirtschaftssystems, das keine Grenzen kennt.
Aristoteles Onassis baut ein gigantisches Wirtschaftsimperium auf und unterhält die größte Tankerflotte der Welt. Er kennt keine Skrupel, das Geschäft ist für ihn ein großes Spiel, das er gewinnen will. Dabei hilft ihm eine Holdingstruktur, die Besitz verschleiert und Steuern spart bis heute ein übliches Werkzeug der Vermögenden.
Bremerhavens Auswandererkai - Die Columbuskaje
Film von Susanne Brahms und Michaela Herold, Radio Bremen
Es gibt geschichtsträchtige Orte, die sind auf den ersten Blick nicht spektakulär. Die Columbuskaje in Bremerhaven, das sind nur 1.000 Meter nüchterne Kaimauer. Aber genau dieser Kilometer aus Stein und Spuntwand wurde für über acht Millionen Menschen zum Schicksalsort. Auswanderer auf der Suche nach einem besseren Leben. Kriegsflüchtlinge, Heimatlose, Displaced Persons, die von hier aus aufbrachen, um eine neue Heimat zu finden. Die meisten sahen ihre alte Heimat nie wieder. "Kaje der Tränen", so heißt die Columbuskaje im Volksmund.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war Bremerhaven der bedeutendste Auswandererhafen Europas. Aus ganz Europa kamen die Menschen, die den Aufbruch in die neue Welt wagen wollten, und sich ein besseres Leben erhofften in Amerika oder Australien. Ein großes Wagnis damals, allein die Überfahrt war gefährlich genug. Sie dauerte sechs Wochen bis New York. Die Reeder verdienten gut daran, Auswanderer in die neue Welt zu schiffen un
d auf dem Rückweg Kolonialwaren für die Märkte im alten Europa zu transportieren. Und bald schon eröffnete sich ein neues Geschäftsfeld: Der reguläre Transatlantikverkehr von Bremerhaven in die Großstädte Amerikas. Immer mehr Menschen reisten so hin und her, auf immer luxuriöseren Schiffen.
In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.05.2023 um 00:00 Uhr auf phoenix.