

Gomulen, Erdgeister, lauern in den Kraterhöhlen der Vulkane. Sind jagen Wale im Pazifischen Ozean. Die Erde bebt und Walknochen wirbeln durch die Lüfte. Dann folgt dampfendes Schweigen.
Eine Legende. Doch bis vor 200 Jahren konnten sich die Ureinwohner:innen Kamtschatkas ihren unsicheren Lebensraum nicht erklären. Die Halbinsel gleicht einem Pulverfass am östlichen Ende der Welt. Elf Zeitzonen liegen zwischen Moskau und dem letzten Außenposten des russischen Riesenreiches. Auf der Insel zwischen der Bering-See und dem Ochotskischen Meer markieren mehr als 160 Vulkane, unzählige Geysir-Täler und Schwefelseen auf knapp 370.000 Quadratkilometern ein Phänomen, das Geowissenschaftler:innen als Herz des "Pazifischen Ring des Feuers" bezeichnen.
Wo sich die Kontinentalplatte Afrikas unter die eurasische schiebt, erhoben sich Feuerberge aus dem Meer und bildeten Inseln wie ein Siebengestirn vor der Nordküste Siziliens: Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina, Panarea, Alicudi und Filicudi.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 12.03.2023 um 06:15 Uhr auf SWR.