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Expeditionen ins Tierreich

Norwegen - Zwischen Fjorden und Fjells
Mittwoch, 14.12.2022 20:15 Uhr
Radio Bremen TV
Mittwoch
14.12.2022
20:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Norwegens Fjorde und Fjells gehören zum Spektakulärsten was Europas Natur zu bieten hat. Im Frühjahr ziehen Rentierherden aus den Tälern auf die Hochebenen, um dort den Sommer zu verbringen. Auf über 1.000 Meter Höhe im Bereich des Dovrefjells leben auch kleine Herden von Moschusochsen. Die urtümlichen Wesen sind überraschenderweise mit Ziegen verwandt. Sie bringen in der kargen Landschaft ihren Nachwuchs zur Welt, genauso wie die massigen Elche.
Norwegen ist auch das Land der Gletscher. Der Jostedalsbreen ist mit 100 Kilometer Länge und einer Eisdicke von bis zu 500 Metern der größte unter den gefrorenen Riesen.
Noch berühmter sind sicher die Fjorde. Bis zu 200 Kilometer ziehen sie sich von der Atlantikküste ins Land hinein, manche sind über 1.000 Meter tief. Sie sind Relikte der Eiszeit, als gewaltige Gletscher Täler ausfrästen und selbst härtestes Gestein zermalmten.
Obwohl ihr Wasser kalt und dunkel ist und kaum ein Lichtstrahl in die Abgründe fällt, ist das Leben im Fjord erstaunlich bunt und üppig. Im Reich der Finsternis wachsen zahllose Seeanemonen, in der Strömung suchen Steinkrabben, die mit ihren langen Beinen einen Durchmesser von gut einem Meter erreichen können, und die Kuckuckslippfische nach Nahrung. Bei diesen Fischen sind beide Geschlechter angelegt: Die meisten Individuen beginnen ihr Leben als rotes Weibchen und enden als blauleuchtendes Männchen.
Am Rand der Fjorde ragen schroffe Steilwände empor, die berühmteste Felskanzel ist sicher der über 600 Meter hohe Preikestolen, der im Sommer Scharen von Touristen anlockt.
Im Sommer wandern auch Lachse die Flüsse der Fjorde hinauf, um oberhalb der Wasserfälle und Stromschnellen, fernab ihrer Feinde im Meer, zu laichen. Bis zu fünf Jahre werden die Junglachse in geschützten Buchten ausharren, bevor sie zurück ins Salzwasser der Fjorde wandern.
Berühmt sind auch die Vogelinseln Norwegens, wo Basstölpel, die größten Seevögel Europas, in Kolonien brüten und Papageientaucher in Niströhren ihre Küken aufziehen. Grundlage sind die reichen Fischgründe entlang einer der längsten Küstenlinien der Welt. Schließlich weit im Norden der Archipel der Lofoten, wo es Ende Juni zur Zeit der Mitternachtssonne nicht mehr dunkel wird. Die Inseln des Lichtes, wie sie auch genannt werden, haben Dank des Golfstroms ein erstaunlich moderates Klima.
Der Film zeichnet ein faszinierendes Porträt der Natur Norwegens - dem Land zwischen Fjorden und Fjells.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 14.12.2022 um 20:15 Uhr auf Radio Bremen TV.