Leschs Kosmos

Kein Stau und gute Luft: Mobilität mit Zukunft

30min, Deutschland 2021
Quelle: Pressebild (zdfPresse2022)
Quelle: Pressebild (zdfPresse2022)

Zu viel Lärm, Emissionen und Staus: Setzt sich die Entwicklung von "vor der Pandemie" fort, drohen Verkehrskollapse in Städten und weitere Versiegelung. Muss man die Mobilität neu erfinden?

Der Stillstand im Lockdown war für Forschende ein regelrechter Großversuch: Welche Veränderungen, etwa der Emissionen, konnte man messen? Harald Lesch zeigt, wie man jetzt intelligent "freie Fahrt und gute Luft" auf unseren Straßen ermöglichen will.

Klare Luft statt Abgasdunst, so präsentieren sich unsere Städte während des Lockdowns. Ist das nur Augenschein, oder ist unsere Luft in dieser Zeit wirklich besser geworden? Um das herauszufinden, müssen Forschende beispielsweise die gemessenen Kohlendioxidwerte mit zurückgelegten Wegstrecken vor und während des Lockdowns in Beziehung setzen. Das Problem: Wie kommt man an Daten, um die Wegstrecken verlässlich berechnen zu können? Und welche Schlüsse für die Verkehrsplanung der Zukunft lassen sich schließlich aus den Ergebnissen ziehen?

In der "Vor-Corona-Zeit" wurde durchschnittlich an einem Tag von allen Personen in Deutschland zusammen eine Wegstrecke zurückgelegt, die mehr als 20-mal der Strecke zwischen Erde und Sonne entspricht. Und in Zukunft sollen noch viel mehr Kilometer am Tag dazukommen, davon gehen Forschende nach aktuellen Umfragen aus. Aus Angst vor Ansteckung mit Viren werden öffentliche Verkehrsmittel wohl weiterhin gemieden und stattdessen häufiger die eigenen Pkw genutzt - das macht auch der Homeoffice-Effekt nicht wett. Um den drohenden Verkehrsinfarkt zu verhindern, muss man vor allem den Individualverkehr - dazu zählt sowohl der Berufs- als auch der Freizeitverkehr - neu erfinden. Nur wie könnte ein optimierter Individualverkehr aussehen?

Elektromobilität steht zurzeit hoch im Kurs. Und elektrisch möchte man auch in die Lüfte starten: Weltweit forscht man an der Entwicklung elektrisch angetriebener Flugzeuge, auch um das angekratzte Image des Fliegens aufzubessern. Denn entgegen der allgemeinen Meinung sind herkömmliche Flugzeuge längst nicht so schädlich für das Klima: Flugverkehr ist nur für fünf bis sechs Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich zu machen.

Elektrisch angetriebene Flugzeuge könnten sich zunächst für kurze Strecken von bis zu 800 Kilometern eignen. Forschende gehen davon aus, dass E-Fliegen auf Kurzstrecke klimafreundlicher wäre, als mit dem eigenen Pkw zu fahren. In Zukunft will man die Reichweite allerdings noch erhöhen. Der Knackpunkt ist die Batterie: Sie ist deutlich schwerer als Kerosin, zudem benötigt sie viel mehr Platz. Wie könnte der Flugverkehr von übermorgen aussehen?

Das Onlineshopping boomt - und so auch alle damit verbundenen Zustelldienste: Täglich fallen Kolonnen an dieselbetriebenen Lieferfahrzeugen in die Innenstädte ein. Ein weiterer Faktor für Verkehrschaos und Luftverschmutzung. Nun soll der Lieferverkehr revolutioniert werden. Im Visier haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise Lieferroboter, die Waren autonom zur Kundschaft transportieren. Ein Service der Zukunft? Könnte künstliche Intelligenz schon bald eine entscheidende Rolle auf den Straßen spielen?

Harald Lesch zieht Bilanz: Wie lassen sich die Probleme von heute mit der Mobilität der Zukunft lösen?

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 01.12.2022 um 20:15 Uhr auf ZDFinfo.