

Kubakrise und Guerillakrieg
Film von Michael Kloft, ZDFinfo
Ein dritter Weltkrieg ist so nah wie nie zuvor. Nur drei Jahre vorher, 1959, erlebt Kuba eine Revolution. An der Spitze der Rebellen steht der 32 Jahre alte Fidel Castro. Er stürzt das Regime von Diktator Batista. Von Kommunismus ist aber noch kaum die Rede. Vier Jahrzehnte nach Lenins Oktoberrevolution ist die halbe Welt kommunistisch. Aber zwischen der Sowjetunion und Maos China werden erste Risse sichtbar.
Am Anfang steht Karl Marx mit seinem Traum. Lenin macht daraus die Revolution in Russland. Stalin schmiedet sein Reich des Terrors. Maos Propaganda schickt ganz China auf den langen Marsch. Und der Guerillero Che Guevara wird zum Star einer ganzen Generation. Im 20. Jahrhundert ist fast die halbe Welt kommunistisch - dies führt zum Kalten Krieg zwischen Ost und West. Dann, wie bei einem Spuk, scheint plötzlich alles vorbei. Was bleibt, ist der Schmerz über Millionen Tote und einen geplatzten Traum.
Rivalen
Fidel Castro und Che Guevara
Film von ZDFinfo
Raúl Castro
Kubas letzter Revolutionär
Film von ZDFinfo
Lange galt Raúl Castro in der Weltöffentlichkeit nur als Schatten seines Bruders Fidel. Aber für die kubanische Revolution ist er seit mehr als einem halben Jahrhundert unentbehrlich.
Der überzeugte Kommunist war einer der Hauptakteure des bewaffneten Kampfes gegen Diktator Batista. Er erlebte den Kalten Krieg und den Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90er-Jahre mit. Von 2008 bis 2018 trat er als Präsident Kubas die Nachfolge seines Bruders an. CIA und KGB verfolgen seit Jahrzehnten den Weg des jüngeren Castros. Als Minister der Streitkräfte genoss Raúl Castro hohes Ansehen, er galt jedoch auch als unerbittlich gegenüber Gegnern.
Nach dem Tod seines Bruders reformierte und öffnete er sein Land. So führte er eine Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten ein und verbesserte die Beziehungen zum Erzfeind USA. Mit der Übergabe der Präsidentschaft an Miguel Díaz-Canel 2018 ist nach fast 60 Jahren die Ära Castro auf Kuba zu Ende gegangen. Der "letzte Revolutionär" hat sich zurückgezogen, aber er verfolgt weiterhin aufmerksam die Geschicke seines Landes.
In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 16.10.2022 um 00:00 Uhr auf phoenix.