Costa Rica ist ein Bindeglied zwischen Nord- und Südamerika auf einer schmalen Landzunge, die den Pazifischen Ozean von der Karibischen See trennt. Hier werden Welten vereint, durchmischt und neu entworfen. Das Ergebnis: Costa Rica steht auf der Liste der an Biodiversität reichsten Länder ganz oben. Seine Landschaften sind ein Hort genetischer Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. Der Film macht anhand eines einzigen Baumes, des sogenannten Almendro, das ausgetüftelte Nischenprogramm der Bewohner eines Tieflandregenwaldes deutlich. Von der Wurzel bis zur Krone bietet er unzähligen Wesen Lebensraum, Schutz und Nahrung. Fällt der Almendro, gehen die meisten seiner Untermieter mit ihm zugrunde. Das ist die zerbrechliche Seite der Biodiversität. Artenvielfalt auf engem Raum bedeutet gleichzeitig eine ausgeprägte Spezialisierung jeder einzelnen Art. Ein drastisches Beispiel für dieses Phänomen zeigt der Rückgang des Bestandes des Grünen Aras. Der Almendro und der Grüne Ara gehören untrennbar zusammen, und wo dieser Baum nicht mehr vorkommt, verschwindet auch der grüne Papagei. Eine Dokumentation von Barbara Puskás
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 28.07.2022 um 11:50 Uhr auf ORF 3.