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phoenix history

Gesichter des Nahen Ostens - Der Weg nach Israel
Dienstag, 19.07.2022 14:15 Uhr
phoenix
Dienstag
19.07.2022
14:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* Exodus - Die unglaubliche Reise von 4.500 Holocaust-Überlebenden, Film von Andreas Schmidt

Drei Kuhlen liegen versteckt in einem Wald vor Lübeck. Nach Kriegsende hat sich hier im Herbst 1947 ein Drama abgespielt, das die Weltgeschichte verändert hat. 4.500 jüdische Holocaust-Überlebende hatten sich im Sommer 1947 mit einem Schiff aufgemacht, das später als die "Exodus" 1947 berühmt werden sollte. Das Ziel der verzweifelten Menschen: Palästina. Dort wollten sie in dem noch zu gründenden jüdischen Staat ein neues Leben anfangen.
Andreas Schmidt hat mithilfe von Zeitzeugen in Israel, Großbritannien, den USA und Deutschland dieses Drama rekonstruiert und zu einer beeindruckenden Dokumentation verdichtet.

* Israel - Geburt eines Staates, Film von William Karel

Im Mai 2018 feiert Israel den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung - ein Ereignis, das wie kaum ein anderes die Nachkriegszeit über Jahrzehnte geprägt hat. Im November 1947 verabschiedeten die Vereinten Nationen ziemlich unerwartet einen Teilungsplan für Palästina, der die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates vorsah. Für die Bewohner Palästinas, das damals noch unter britischem Mandat stand, hatte dieser Schritt höchst unterschiedliche Bedeutung.
Für die jüdische Bevölkerung schien es der Beginn eines wahrgewordenen Traums, für die Araber entwickelte es sich zum Beginn einer Katastrophe, der Vertreibung. Bis heute ist das frühere Palästina eine offene Wunde, ein umkämpftes Land zwischen zwei Völkern, eine Quelle unauflöslicher Spannungen in der Region und weit über den Nahen Osten hinaus. Vor diesem Hintergrund erzählt der vielfach preisgekrönte Autor William Karel zusammen mit seiner Co-Autorin Blanche Finger die Geschichte der folgenreichen Staatsgründung Israels.

* The Wall - Mauern der Welt: Israels Grenzwall, Film von Caryl Ebenezer

Die Mauer zwischen Israel und Palästina ist eine der am heftigsten umstrittenen Grenzen der Welt. Über 700 Kilometer umrundet der Sperrzaun das Heilige Land der palästinensischen Westbank, - an einigen Stellen als feste Mauer aus Beton. Von Israel 2002 als Antwort auf die zweite Intifada begonnen, um palästinensische Terrorattacken abzuwehren, werden die Sperranlagen von Israelis als Schutz gesehen, aber von Palästinensern als Gefängnismauer und Demütigung empfunden. Ihr Leben jenseits der Mauer ist von Kontrolle, Armut und letztlich Hoffnungslosigkeit geprägt.
In der Dokumentation kommen Menschen diesseits und jenseits der Mauer zu Wort, die ihrer Verzweiflung über die tiefer werdende Spaltung durch die Sperranlagen nicht nur auf sehr bewegende Art und Weise Ausdruck verleihen.
In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 19.07.2022 um 14:15 Uhr auf phoenix.