Auf der Flucht: Caritas unterstützt Binnenflüchtlinge in der Ukraine Etwa sechs Wochen sind seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine vergangen. Nach Angaben der UNO haben bereits mehr als 4,2 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer ihr Heimatland verlassen. Ebenfalls sehr hoch dürfte die Zahl der Binnenflüchtlinge sein, die die unmittelbaren Kriegsgebiete verlassen haben, aber im Land geblieben sind. Eine Anlaufstelle für diese Menschen ist die ukrainische Caritas, die auch von der österreichischen Caritas seit Jahren massiv unterstützt wird. Die Arbeit dieser ukrainischen Hilfsorganisation und der katholischen Kirche hat ein ORF-Team in der Ostukraine begleitet. Bericht: Christian Wehrschütz. Helfer brauchen Hilfe: Moldau hilft Ukraine-Flüchtlingen - und benötigt selbst Hilfe Der Grenzübergang Palanca zwischen der Ukraine und der Republik Moldau: Ein paar Dutzend weiße Zelte und Versorgungscontainer stehen bereit. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Hilfsorganisationen warten hier auf Menschen aus der Ukraine, vor allem aus dem nur eine gute Autostunde entfernten Odessa. Viorica Matas, verantwortliche Projektkoordinatorin des Sozialprojekts Concordia, versucht, aktuelle Informationen zu bekommen, wann mit dem Eintreffen weiterer Flüchtlinge zu rechnen ist. Seit 2004 ist die österreichische Hilfsorganisation Concordia als mittlerweile größte ausländische Hilfsorganisation in Moldau tätig. Der Fokus ist dabei auf die Betreuung von Kindern gerichtet, die ohne Eltern aufwachsen, und auf die Hilfe für alte vereinsamte Menschen in Dörfern. In den vergangenen Wochen jedoch haben die rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ebenso viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Concordia nahezu alle bestehenden Sozialprojekte in Moldau für geflüchtete Menschen geöffnet. Viele Tagesheime betreuen nun auch traumatisierte Kinder aus der Ukraine. Wohngemeinschaften für Waisenkinder und Senioren haben ukrainische Mütter mit Kindern aufgenommen und Concordia hat Häuser organisiert, in die geflüchtete Menschen einziehen konnten. Viorica Matas ist stolz, dass ihr Heimatland Moldau - das ärmste Land Europas - rund 100.000 Menschen aus der Ukraine aufgenommen hat. Eine europäische Geberkonferenz hat Moldau nun viele Millionen Euro an Unterstützung zugesagt. Ein Team der "Orientierung" hat dieser Tage Projekte von Concordia in der Republik Moldau besucht und berichtet von der aktuellen Flüchtlingssituation. Bericht: Marcus Marschalek. Papst auf Malta: Aufruf zu europäischer Solidarität Das Schicksal von Menschen auf der Flucht, der Umgang mit dem Thema Flucht - das stand auch im Mittelpunkt eines Kurzbesuchs von Papst Franziskus auf der Mittelmeerinsel Malta am vergangenen Wochenende. An anwesende Flüchtlinge, aus afrikanischen Ländern etwa, wandte er sich dabei in einer Rede, sprach aber auch von einem "ungerechten und brutalen Krieg in der Ukraine", der viele Menschen in die Flucht getrieben habe. In Malta, wo der Überlieferung nach der Apostel Paulus gestrandet ist, rief Papst Franziskus zum wiederholten Mal zu europäischer Solidarität in der Flüchtlingsfrage auf. Mit Malta besuchte der Papst ein traditionell katholisches Land, das in gesellschaftlichen Fragen als tendenziell wertkonservativ gilt, andererseits aber auch einen Inselstaat, der in den vergangenen Jahren durch Fälle von Geldwäsche, Korruption und den Mord an einer prominenten Journalistin Schlagzeilen gemacht hat. Bericht: Cornelia Vospernik. Diener der Wahrheit? Der hohe Anspruch des Joseph Ratzinger Der Vorwurf, der emeritierte Papst Benedikt XVI. habe in den 1980er Jahren, damals als Erzbischof von München und Freising, bei Missbrauchsfällen in der Erzdiözese weggesehen und nun auch seine Rolle dabei zu vertuschen versucht, beherrschte - zumindest in Europa - Anfang 2022 Diskussionen in und außerhalb der katholischen Kirche. Der hochbetagte einstige Hüter der katholischen Wahrheit als vermeintlicher Lügner - ein PR-Desaster.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 12.04.2022 um 09:00 Uhr auf ORF 3.