

* Ukraine: Überleben im Krieg
Angst vor Beschuss, Angst ums nackte Überleben. Es ist ein
Kampf David gegen Goliath. Männer, Frauen, Kinder suchen
Schutz in Trümmern oder U-Bahnschächten oder feuchten
Kellerräumen. Es gibt keinen Strom, es ist kalt, es gibt kein
Wasser, die Lebensmittel werden knapp, aber sie harren aus,
wollen ihr Land retten und verteidigen. Junge Leute, die gerade
noch studiert haben, greifen jetzt zu Waffen. Die "Weltbilder"
blicken auf das, was man in Friedenszeiten "Alltag" nennt, den
es für Menschen im Krieg nicht mehr gibt.
* Polen: Hilfe und Sicherheit für Flüchtlinge
Mehr als 1,7 Millionen Menschen haben nach UN-Angaben
bereits die Ukraine verlassen. Die Folgen des Krieges, warnt die
Internationale Föderation der Rotkreuz- und
Rothalbmondgesellschaften, könnten sich zu einer der größten
"humanitären Notsituationen in Europa" entwickeln. Täglich
kommen vor allem Frauen und Kinder über die Grenze nach
Polen, verzweifelt, mit Angst um ihre Männer, mit größter Sorge
um ihre Kinder. Wo werden sie sicher unterkommen? Werden
ihre Kinder zur Schule gehen können? ARD-Reporterin Isabel
Schayani hat eine ukrainische Lehrerin und ihre kleine Tochter
auf dem Weg in Polen begleitet.
* Flucht mit Behinderung: So hilft der Martinsclub Bremen
Auch in Deutschland kommen immer mehr Flüchtende aus der
Ukraine an. In Berlin, Hamburg oder München werden täglich
Tausende Menschen versorgt und bekommen eine Unterkunft
für die nächsten Wochen. Der Martinsclub Bremen kümmert
sich um Geflüchtete, für die es besonders schwer ist, sich in
Sicherheit zu bringen, weil sie eine Behinderung haben. Zwölf
Geflüchtete aus den umkämpften Städten Charkiw und Kiew
haben die Helfer*innen jetzt an der ukrainischen Grenze
Pressetext hinzugefügt abgeholt und nach Bremen gebracht.
* USA: Little Odessa in New York
New York hat die größte ukrainische Gemeinde der USA:
Mitglieder leben in Angst um ihre Familienangehörigen und
Freunde in der Heimat. Sie fühlen sich hilflos angesichts der
Bilder von russischen Bomben und Soldaten. Trotzdem
versuchen sie, politisch Einfluss zu nehmen. Oft in
Zusammenarbeit mit russischstämmigen US-Bürger*innen. In
New York leben rund 150.000 Ukrainer*innen, vor allem in
Brighton Beach in Brooklyn, das sich ein bisschen wie Odessa
am Schwarzen Meer anfühlt. Sie haben ihre eigenen Banken,
Restaurants, Schulen und kulturellen Zentren.
* Finnland: Russen reisen aus
Der Zug von St. Petersburg in die finnische Hauptstadt Helsinki
ist für viele Russ*innen derzeit die letzte Möglichkeit, in die EU
zu kommen. Seit dem Angriff auf die Ukraine und dem
darauffolgenden Flugverbot für russische Maschinen über der
EU sind die Züge Richtung Westen ausgebucht. Der Betreiber
hat deshalb sogar die täglichen Fahrten verdoppeln lassen. "Ich
fühle mich nicht mehr wohl in Russland", sagt der 37-jährige
Aleksandr, der mit seinen zwei Koffern schnell weiterreisen will
Richtung Türkei. Der finnische Grenzort Lappeenranta hat
früher viel von den Touristen aus Russland profitiert. Seit
Beginn des Krieges kommen langsam wieder mehr Menschen
über die Grenze. Aber nicht zum Einkaufen wie früher, sondern
weil sie aus Russland wegwollen.
* Großbritannien: Künstler*innen und Regierung gegen Putins Krieg
Brighton, das kleine London am Meer, zieht von jeher
Künstler*innen, Kreative, Alternative an. Und so sind es die
Künstler*innen an erster Stelle, die ihr Statement zur Ukraine
in die Welt hinausschreien. Birgit Muth hat Sara Loiperdinger
aus Brighton getroffen. Sie steht für viele junge
Europäer*innen, die den Krieg in der Ukraine verurteilen und
künstlerisch verarbeiten.
Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 15.03.2022 um 23:30 Uhr auf Radio Bremen TV.