1978 - das Jahr, in dem Erich Honecker persönlich die einmillionste Wohnung in der Sattelitenstadt Marzahn übergibt. Dagmar Pohle erinnert sich an das Leben in der Großsiedlung. Auf den Ost-Berliner Straßen sieht man jetzt öfter ein Westauto: Die DDR importiert 10.000 VW Golf. Freddy Mercury rockt die Deutschlandhalle und die Queen besucht zum zweiten Mal West-Berlin. Hans-Christian Ströbele erzählt von der Gründung der taz und die Gebrüder Blattschuss besingen die langen Kreuzberger Nächte. Kaum eine Stadt hat eine so spannende Geschichte wie Berlin. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wird im August 1961 die Mauer errichtet. 28 Jahre teilt sie die politischen Systeme und die Menschen in Ost und West. Berlin ist immer beides: Weltstadt und Kiez, Weltpolitik und Alltag, Schauplatz kleiner und großer Geschichten. All das ist festgehalten, Tag für Tag - in unzähligen Sendungen des Senders Freies Berlin (SFB) und des DDR-Fernsehens, jeweils unterschiedlich politisch gefärbt und kommentiert. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 - 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die zweite Staffel über die 70er Jahre schaut auf ein Jahrzehnt im Aufbruch, zwischen Fortschrittsglauben und Tradition, Freizügigkeit und Prüderie.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 06.02.2022 um 20:15 Uhr auf ARD alpha.