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Zum 35. Jahrestag des Mauerfalls
Mittwoch, 13.11.2024 02:15 Uhr
Phoenix
Mittwoch
13.11.2024
02:15 Uhr
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Bildquelle: ARD Foto
Bildquelle: ARD Foto

Die Bernauer Straße, Brennpunkt Berliner Mauer

Film von Daniel und Jürgen Ast und Hans-Hermann Hertle, Das Erste

Die Bernauer Straße - hier verlief nach dem Kriegsende 1945 die Sektorengrenze zwischen dem sowjetischen und dem französischen Sektor. Nicht mitten auf der Straße war die Grenzlinie, sie ging entlang der Häuserfassaden, die im Osten standen. Schicksalhaft für die Straße und ihre Bewohner, denn alle Häuser auf der DDR-Seite gehörten mit dem Mauerbau zum Grenzgebiet. Wenige Tage nach dem 13. August wurden die Haustüren verschlossen, bald darauf die Fenster vermauert. Die Menschen, die hier ihr zu Hause hatten, mussten ihre Wohnungen verlassen, wurden zwangsgeräumt.

Die Bernauer Straße - hier verlief nach dem Kriegsende 1945 die Sektorengrenze zwischen dem sowjetischen und dem französischen Sektor. Nicht mitten auf der Straße war die Grenzlinie, sie ging entlang der Häuserfassaden, die im Osten standen. Schicksalhaft für die Straße und ihre Bewohner, denn alle Häuser auf der DDR-Seite gehörten mit dem Mauerbau zum Grenzgebiet. Wenige Tage nach dem 13. August wurden die Haustüren verschlossen, bald darauf die Fenster vermauert.

Die Menschen, die hier ihr zu Hause hatten, mussten ihre Wohnungen verlassen, wurden zwangsgeräumt. In der Bernauer Straße waren die ersten Todesopfer der Mauer zu beklagen. Gräber eines Friedhofs, die dem Ausbau des Grenzstreifens im Wege waren, wurden umgebettet. Die Häuserfassaden dienten erst als vorderste Sperrmauer des Todesstreifens, bis sie ganz abgerissen wurden. Freies Sicht- und Schussfeld sollte geschaffen werden. Die ganze Seite einer Straße ein Niemandsland. Häuser- und menschenlos. Die Bilder von flüchtenden Grenzpolizisten, von den Fenstersprüngen, von den Tunnelfluchten oder der gesprengten Versöhnungskirche machten die Straße in der ganzen Welt bekannt.

Heute ist ein großer Teil des ehemaligen Todesstreifens eingebunden in das Gedenkstättenareal Berliner Mauer. Weit über eine Million Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr zur Bernauer Straße. Eine Landschaft der Erinnerung, ein Pompeij der jüngsten Zeitgeschichte.

Die Bernauer Straße - eine filmische Archäologie und Rekonstruktion. Exklusives Archivmaterial, ergreifende Geschichten von Zeitzeugen, von Flüchtlingen, Tunnelbauern und Anwohnern. Eine historische Spurensuche auf, mit und nach einem geheimnisvollen Ort, an dem sich die Geschichte der Berliner Mauer bis ins Heute fokussiert wie nirgends sonst. Exemplarisch, dramatisch, beispiellos.

Eine Koproduktion zwischen dem rbb und astfilm, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, in Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer und dem Landesarchiv Berlin.

30 Favoriten

Berlin wie es einmal war - Kreuzberg in drei Jahrzehnten

Film von Anna Bilger, RBB 2022

In der neuen Folge von Berlin wie es einmal war geht es in das Kreuzberg der 60er, 70er und 80er Jahre. Eine spannende Zeitreise durch das wilde West-Berlin mit vielen Erinnerungen und faszinierenden Aufnahmen. Bis in die frühen Morgenstunden wird in den 60er Jahren in der Kleinen Weltlaterne in der Kohlfurter Straße geraucht, getrunken und debattiert. Bei Wirtin Hertha Fiedler kostet das Bier 50 Pfennig. Wer knapp bei Kasse ist, darf mit Kunst bezahlen. Maler Kurt Mühlenhaupt tut das oft. Kreuzberg ist ein berühmter West-Berliner Bezirk, halb umgeben von der Mauer und mit viel Punk auf der Straße. Reisebusse aus Westdeutschland fahren gern durch Kreuzberg. Ein bisschen ist es hier wie in Harlem. Aussteigen? Besser nicht.

Der Alltag in Kreuzberg: Leben im dritten Hinterhof, Dampferfahrt auf dem Landwehrkanal, buntes Markttreiben am Marheinekeplatz und in der Eisenbahnstraße, Punks auf der Oranienstraße, Hausbesetzer am Lausitzer Platz und das neue Miteinander verschiedener Kulturen. Berlin wie es einmal war zeigt einzigartige Aufnahmen aus den alten Postzustellbezirken SO 36 und Kreuzberg 61. Viele Berlinerinnen und Berliner erinnern sich an das Leben hier.

Mit dabei sind Sängerin Christiane Rösinger (Lassie Singers), Malerin Regina Augstein, Morgenpost-Journalist Uwe Dannenbaum, Schriftstellerin Anja Tuckermann, Autor Jürgen Enkemann sowie die SchauspielerInnen Maxi Warwel (Bergretter), Sükriye Dönmez (Mordkommission Istanbul), Tayfun Bademsoy (Ein starkes Team), Antonio Wannek (Dogs Of Berlin) und Bernd Feuerhelm (Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt). 1979 schafft es Kreuzberg sogar in die Hitparaden. Mit Kreuzberger Nächte gelingt der Spaß-Combo Gebrüder Blattschuss ein Riesenhit. In Berlin wie es einmal war erinnert sich Sänger Beppo Pohlmann an den witzigen Kiez-Schlager.

Geheimnisvolle Orte

Der Ostbahnhof Das Tor zum Osten

Film von Christian Klemke, RBB 2023

Nicht nur ein Bahnhof, eine riesige Bahnanlage, eine wahre Eisenbahnlandschaft war dort im Osten Berlins entstanden, damals, im 19.Jahrhundert. Somit ist der Ostbahnhof der dienstälteste Bahnhof Berlins, die einzige verbliebene große Bahnstation Berlins aus den Anfangsjahren. Er wurde immer mal wieder umgebaut und dazu noch umbenannt: von Frankfurter Bahnhof zu Schlesischer Bahnhof zu Ostbahnhof zu Hauptbahnhof und nun wieder Ostbahnhof. Sein Bahnhofsviertel war einst übel beleumundet, später aber auch angesagte Partymeile. Was war er nicht alles ein Arbeitstier unter den Berliner Bahnhöfen, der Bauch von Berlin, eine Schleuse für Spione, ein Hafen für Flüchtlinge, eine Drehtür zwischen Berlin und Moskau, Zwischenstation für Reisen durch ganz Europa und Asien, ein Tor für die Industriemetropole der Gründerzeit wie für die Weltstadt der Goldenen 20er Jahre, auch ein DDR-Hauptstadt-Entree mit Mauerblick. Am Bahnhof hielten feinste Luxus- und einfache Arbeiterzüge, Eroberer fuhren ins Feld und Kriegsheimkehrer kamen in Güterwaggons. Er war und ist der Berliner Bahnhof für den Osten. Zeitzeugen blicken zurück auf große Reisen, Bahnexperten und Historiker erinnern an das Dampflokzeitalter. der Geheimnisvolle Ort der Ostbahnhof schaut hinter die immer wieder umbauten Fassaden und findet die Geschichte, die von seiner Bedeutung künden für den europäischen Bahnverkehr, für die Stadt Berlin wie auch für das deutsche Verhältnis zu Osteuropa.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 13.11.2024 um 02:15 Uhr auf Phoenix.