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phoenix history

TUNNELFLUCHT aus der DDR - 24.1.1962 60 Jahre Tunnelflucht
Sonntag, 23.01.2022 00:00 Uhr
phoenix
Sonntag
23.01.2022
00:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Fluchtpunkt Entenschnabel - Die Tunnelbauer von Glienicke-Nordbahn
Film von Thomas Claus
Der "Entenschnabel", er war einer der absurdesten Verläufe der Berliner Mauer.
Nördlich der Stadtgrenze, gleich hinter dem Stadtbezirk Pankow ragte eine Stichstrasse in den West-Berliner Ortsteil Frohnau, der Grenzverlauf ähnelte auf dem Kartenbild einem Entenkopf mit Schnabel. Fast 50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 finden sich kaum noch sichtbare Zeugnisse ihres Verlaufs. Kein Wunder, wurden doch in den vergangenen 25 Jahren weite Teile der ehemaligen Grenzbefestigung zu Westberlin zurückgebaut, die Flächen privatisiert und zur Bebauung freigegeben. Umso erstaunlicher ist es, was sich im Boden vom Grenzregime erhalten hat: Fundamente von Wachtürmen, Teile der Stacheldrahtverhaue und Signalanlagen sowie Munition und Reste von Tunnelbauten, die der Flucht in den Westen dienten.
Tunnel der Freiheit
Film von Marcus Vetter, ARTE 2021
Die spektakuläre Fluchtgeschichte wurde 1999 in dem preisgekrönten Dokumentarfilm "DER TUNNEL" umgesetzt. Heute, 20 Jahre später, wird der Film als "Remake" in HD und im Cinescope-Format neu erzählt. Die Geschichte und das spektakuläre NBC-Material, das damals auf dem Dachboden einer der Tunnelbauer geborgen wurde, könnten angesichts weltweiter Flüchtlingskrisen, Abschottung und Mauern kaum aktueller sein und haben daher nichts an ihrer Brisanz und Einzigartigkeit verloren.
ZDF-History
Goodbye DDR Spektakuläre Mauerfluchten
Film von Oliver Halmburger, ZDF 2011
Sie wollten in die Freiheit um jeden Preis. Mit dem Bau der Berliner Mauer war für die Menschen im Osten das letzte Tor in den Westen versperrt. Auf Flüchtlinge wurde geschossen. Doch woran die DDR-Regierung zunächst nicht dachte, waren die Versuche mutiger Berliner, sich unterirdisch den Weg in die Freiheit zu bahnen und bei waghalsigen Tunnelfluchten ihr Leben zu riskieren. In den West-Medien wurden die Flüchtigen wie Helden gefeiert. Im Osten setzte die DDR-Staatssicherheit alles daran, die Schleusungen zu verhindern um jeden Preis. Dabei kam es immer wieder zu dramatischen, lebensgefährlichen Situationen. Dennoch gelangten insgesamt über 40 000 DDR-Bürger nach drüben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 23.01.2022 um 00:00 Uhr auf phoenix.