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Phänomenale Natur

Galapagos - Eine Welt weit weg
Samstag, 08.01.2022 12:10 Uhr
arte
Samstag
08.01.2022
12:10 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Rund tausend Kilometer westlich der ecuadorianischen Küste bilden die Galapagosinseln einen erstaunlichen Archipel. Mitten im Pazifischen Ozean konnten sich auf den Vulkaninseln endemische Arten ohne äußere Einflüsse entwickeln. Auch Menschen siedelten sich erst spät hier an.
Im Norden des Archipels hat der Walhai sein Revier, einer der größten Fische der Welt. Die prähistorische Art wiegt bis zu 30 Tonnen. Die große Anzahl an Weibchen veranlasst die Wissenschaftler zu der Hypothese, dass sie zum Laichen hierherkommen, denn das nährstoffreiche Wasser bietet ideale Aufzuchtbedingungen.
Die Leguane trieben einst auf Pflanzenteilen über den Pazifik hierher. Aufgrund der Nahrungsmittelknappheit entwickelten sie sich im Laufe der Zeit zu Meerechsen, die als einzige Echsenart ihre Nahrung im Meer suchen.
Die Galapagos-Pinguine hingegen haben ihre dicke Speckschicht verloren, um sich an das tropische Klima anzupassen. Die Galapagos-Riesenschildkröten, die größte Landschildkrötenart weltweit, bringen stattliche 400 Kilogramm auf die Waage und können über 200 Jahre alt werden. Da es auf dem Archipel lange Zeit keine pflanzenfressenden Säugetiere gab, prägten diese Riesenreptilien die Landschaft.
Doch inzwischen sind die verschiedenen endemischen Arten vom Aussterben bedroht: Die Meeresströmung El Niño tritt immer häufiger auf und wärmt den Ozean auf. Dadurch entzieht sie den Meerechsen und den Galapagos-Pinguinen einen Großteil ihrer Nahrungsquellen. An Land bedrohen invasive, vom Menschen eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten die heimische Fauna und Flora. Tagein, tagaus setzen sich Wissenschaftler und Ranger für die Erhaltung dieser grandiosen Natur ein.
Film von Guillaume de Ginestel

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 08.01.2022 um 12:10 Uhr auf arte.