

Ein aufwendiges Hobby, das von den "Kripperern" gepflegt wird – und das lange vor der Weihnachtszeit anfängt: Figuren werden repariert oder neu gebrannt, Moos, Rinden, Steine für die Landschaften gesammelt.
Albin Artmann beherrscht noch das Handwerk des Figurenherstellens, besitzt teils100 Jahre alte Gussformen, versucht sich aber auch an Neukreationen.
Kurt Rodehau hat sich ein kleines Ladengeschäft als Werkraum für seine Krippe gemietet, wo er eigenhändig Figuren reparieren will und Häuser baut. Diesmal besuchen ihn die Enkelkinder (9 und 13), um vom Opa etwas übers Krippenbauen zu erfahren.
Irmgard Gottfried lebt in einem efeuüberwachsenen "Hexenhäuschen" – ihre Krippe ist übers Jahr auf dem Dachboden verstaut. Sie sagt, sie hat sich als Erzieherin ein kindliches Gemüt bewahrt – deswegen hängt sie auch an der Krippe, die sie vom Großvater geerbt hat. Nur ein einziges Mal hat er sie nicht aufgebaut, das war im 1. Weltkrieg – was für ihn ein besonderes Unglück war.
Museumsleiter Volker Dittmar ist einer der Hüter und Bewahrer dieses kulturellen Erbes, das er in die Zukunft führen will. Der Volkskundler, der das Egerlandkulturhaus leitet, hat sich nicht nur für die Sammlung der Marktredwitzer Krippen in seinem Museum eingesetzt, sondern er hat daraus hinaus einen Weihnachtsschwerpunkt im Museum gemacht – der über Marktredwitz hinaus bis nach Tschechien ausstrahlt. Gerade arbeitet er an einer 3D-virtuellen Krippe.
Filmautorin Steffi Illinger will in dieser Dokumentation die Faszination dieser so ganz besonderen großen Landschaftskrippen zeigen und davon erzählen, wie die Marktredwitzer diese außergewöhnliche Tradition am Leben erhalten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 20.12.2021 um 21:00 Uhr auf BR.