Das realistisch gemalte Bild „American Gothic“ aus dem Jahr 1930 zeigt einen Bauer mit strenger Miene und einer Heugabel in der Hand. Links neben ihm steht seine Ehefrau oder auch unverheiratete Tochter, die ganz offensichtlich genauso übel gelaunt ist. Eigentlich kein Wunder, denn das bäuerliche Leben war zu Zeiten der Wirtschaftskrise besonders hart. Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass man so ein Gesicht ziehen sollte, wenn es das Leben nicht gut mit einem meint.
Die in der Reihe betrachteten Gemälde sind „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci, „American Gothic“ von Grant Wood, „Harlekin und Pierrot“ von André Derain, „Der Falschspieler mit dem Karo-Ass“ von Georges de La Tour, „Im Wintergarten“ von Edouard Manet, „Dreifaches Porträt von Richelieu“ von Philippe de Champaigne, „Die Liebenden III“ von René Magritte, „Die Parkettschleifer“ von Gustave Caillebotte, „The Problem We All Live With“ von Norman Rockwell und Edgar Degas’ Selbstporträt mit Evariste de Valernes. Beim 19. TV-Film-Festival von La Rochelle 2017 wurde ARTE mit vier Preisen geehrt. „Bilder allein zuhaus“, im Original „A musée vous, à musée moi“, erhielt dabei den Preis für das beste Kurzprogramm. Die Idee zu der 30-teiligen Serie stammt von Fouzia Kechkech; ihr Regisseur, Fabrice Maruca, hat sich auf ARTE bereits mit der Reihe „Alte Schachteln“ einen Namen gemacht.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 14.12.2021 um 03:50 Uhr auf arte.