

1973 - das Jahr, in dem die Weltfestspiele der Jugend in Ost-Berlin stattfinden. Die Schauspielerin Ruth Reinecke erinnert sich an die Hauptstadt der DDR im Ausnahmezustand. Für das „Woodstock des Ostens“ reist auch eine Westberliner Delegation der Jungen Union unter Leitung von Klaus-Rüdiger Landowsky in den anderen Teil der Stadt. Die Ölkrise heizt die Benzinpreise an, sodass drastische Sofortmaßnahmen angeordnet werden: Autofreie Sonntage führen zu gähnender Leere auf der West-Berliner Stadtautobahn. Im Osten wird ein Palast gebaut, zu Ehren der Republik, im Westen wird der sanierungsbedürftige Sportpalast abgerissen.
Kaum eine Stadt hat eine so spannende Geschichte wie Berlin.
Film von Gabriele Denecke
Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wird im August 1961 die Mauer errichtet. 28 Jahre teilt sie die politischen Systeme und die Menschen in Ost und West. Berlin ist immer beides: Weltstadt und Kiez, Weltpolitik und Alltag, Schauplatz kleiner und großer Geschichten. All das ist festgehalten, Tag für Tag - in unzähligen Sendungen des Senders Freies Berlin (SFB) und des DDR-Fernsehens, jeweils unterschiedlich politisch gefärbt und kommentiert. Nach der Wiedervereinigung herrscht Aufbruchsstimmung. Es soll zusammen wachsen, was zusammen gehört. Klingt gut, gestaltet sich aber oftmals nicht leicht.
Eine Berlin Chronik der Superlative: Die Reihe „Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt“ zeigt den doppelten Blick auf West und Ost Berlin. Die zweite Staffel über die 70er Jahre schaut auf ein Jahrzehnt im Aufbruch, zwischen Fortschrittsglauben und Tradition, Freizügigkeit und Prüderie.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 11.12.2021 um 20:15 Uhr auf RBB.