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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Taxila (Pakistan) - Buddhas erstes Gesicht
Sonntag, 17.10.2021 19:15 Uhr
ARD-alpha
Sonntag
17.10.2021
19:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Als Alexander der Große 326 vor Christus Taxila erreicht, ist er nicht nur der große Stratege, sondern ein Bote griechischer Kultur. Er erobert die älteste Siedlung Bhir Mound, die heute - unweit von Islamabad, der Hauptstadt Pakistans, gelegen - nur noch aus unregelmäßigen Mauerfundamenten besteht. Ganz anders die Nachfolgesiedlung Sirkap, die mit ihren geraden Straßenachsen, ihrem rasterhaften Aufbau eindrucksvoll von der damaligen Modernität erzählt.
Im Gebiet um Taxila erreicht die Vermählung griechischer und indischer Einflüsse ihren Höhepunkt: Hier entsteht die Gandhara-Kultur. Sie gibt dem Buddhismus ein griechisches Gesicht. Das überlieferte Bilderverbot, das auch der Buddhismus kennt, gerät ins Wanken, aus den traditionellen Buddha-Symbolen Rad, Lotosblüte, Thron, Fuß oder Stupa, erwächst der Gott Buddha mit menschlichem Antlitz. Der Faltenwurf seiner Gewänder ist leicht, schwebend erinnert er an griechische Statuen. Unter dem Herrscher Kanisha wird Gandhara zum Heiligen Land des Buddhismus erklärt. In den abgelegenen Tälern entstehen Klöster.
Heute spielt der Buddhismus im islamischen Pakistan keine Rolle mehr. Aber die Klöster werden gepflegt. Ihre Ruinen atmen immer noch die Ruhe der einstigen Bewohner, man spürt bis heute die Gelassenheit einer Lehre, der das Nichts näher steht als die Welt.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 17.10.2021 um 19:15 Uhr auf ARD-alpha.