

Taj Mahal - das Grabmal aus Marmor - wurde vom indischen Großmogul Shah Jahan 1651 für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erbaut. Sie starb bei der Geburt ihres 14. Kindes. Untröstlich über ihren Tod, ließ er einen Prunkbau aus rotem Sandstein und Marmor errichten, eine Meisterleistung indo-islamischer Kunst. Um den "zu Stein gewordenen Seufzer" zu verwirklichen, wurden die geschicktesten Handwerker aufgeboten. Sie schufen das Mausoleum mit seinen 22 Kuppeln, mit den 40 Meter hohen Minaretten an den vier Ecken der Umfassungsmauer.
Im Zentralbau fanden Mumtaz Mahal und später auch ihr Gemahl Sha Jahan ihre gemeinsame Ruhestätte. Im heutigen Bundesstaat Uttar Pradeshs gelegen, wurde der Prunkbau in aller Welt zum märchenhaften Symbol für den indischen Subkontinent.
Weil sich der Mogul-Herrscher Akbar in Dehli nicht mehr sicher fühlte, ließ er sich im 16. Jahrhundert in Agra eine neue Festung bauen. Hier trafen sich Philosophen, es wurde Gericht gehalten, und man feierte Feste. Die Nachfolger Akbars bauten weiter. Akbars Enkel Sha Jahan, der bauwütigste aller Moguln, ist weitgehend für die äußere Erscheinung des Forts verantwortlich. Er verwandelte es in einen prächtigen Palast mit der Marmormoschee Jahans Moti Masjid. Seinen Vater hielt er gefangen: Der konnte vom Jasminturm aus nur das Grabmal seiner Lieblingsfrau betrachten, den Taj Mahal. Den Thronsaal, mit seinen Intarsienarbeiten in der Halle der öffentlichen Audienzen, durfte er nicht mehr betreten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 18.09.2021 um 19:15 Uhr auf ARD-alpha.