Der Safran, auch bekannt als das "rote Gold", wächst vor allem im Nahen Osten. Doch auch die Bewohner des Bergdorfs Mund im Wallis bauen das Edelgewürz seit dem 15. Jahrhundert an. Im Sommer ist das Klima im Wallis schon fast mediterran, was für den Safran ideal ist. Die orientalische Pflanze fand den Weg in die Schweiz über Söldner, welche die Safranknolle in ihre Haare einwickelten und so in die Schweiz schmuggelten. Zumindest erzählt man sich diese Geschichte in Mund. Safran gilt als eine der wertvollsten Speisen: Ein Gramm kostet beinahe so viel wie ein Gramm Gold. Grund für diesen stolzen Preis ist vor allem die aufwändige Ernte. Safran ist eine Krokus-Art, die nur im Herbst blüht. Wenn er blüht, muss er sofort gepflückt werden. In mühsamster Handarbeit trennen die Bauern den Safran dann von den Blüten. Auch der Mond soll einen Einfluss auf das Wachstum der Blume haben. Bei zunehmendem Mond wachsen die Blumen mehr als bei abnehmendem. Die Munder produzieren jährlich zwei bis drei Kilogramm Safran - im Vergleich zu mehreren Tonnen, die global hergestellt werden. Der Munder Safran zählt jedoch zum Besten der Welt und wird jährlich einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 10.07.2021 um 12:00 Uhr auf SRF 2.