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Die Stadt im späten Mittelalter

Montag, 07.06.2021 07:25 Uhr
HR
Montag
07.06.2021
07:25 Uhr
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Ausgehend von der Reise eines Pilgers - als Ausdruck seiner Bereitschaft zu Buße und Umkehr - beschreibt der Film das Weltbild der Menschen im Mittelalter. Zentrale Lebensauffassung ist der Glaube an Gott, denn das diesseitige irdische Leben gilt lediglich als Durchgangsstadium ins Jenseits. Gründe für die fehlende Zukunftssicherheit sind Naturkatastrophen, schlechte hygienische Zustände, Hunger und Krankheit, etwa Lepra und Pest, und daraus resultierend die Allgegenwärtigkeit des Todes.
Die Menschen haben große Angst, wegen begangener Sünden in die Hölle zu kommen, und nur die Kirche bietet Möglichkeiten an, die Seele vor dem Fegefeuer zu retten. Das Frömmigkeitsverständnis der Stadtbürger und die Macht der Kirche werden anhand von Skulpturen mittelalterlicher Kirchenbauten erläutert.
Ein weiterer Aspekt der Sendung ist die Darstellung des Lebens im Kloster, das als Ort des Gottesdienstes und der Karitas gesehen wurde. Exemplarisch wird die Armenspeisung vor den Klostermauern und die Bedeutung der klostereigenen Spitäler erklärt.
Am Ende zeigt der Film am Beispiel des Ablasshandels die Fehlentwicklungen, die sich aus der Monopolstellung der Kirche als einziger Mittlerin zwischen Arm und Reich, zwischen Diesseits und Jenseits, ergeben und zur Reformation führen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 07.06.2021 um 07:25 Uhr auf HR.