

* Dokumentarfilm "Heimat sucht Seele"
Eine Familienzusammenführung. Endlich, nach vier Jahren. Welche Herausforderungen das mit sich bringen kann, zeigt der Dokumentarfilm "Heimat sucht Seele". Saher Ayyash, geflüchtet aus Syrien, hat bei einem deutschen Paar ein neues Zuhause gefunden, sich integriert. Dann kommen seine Frau Lubna und ihre gemeinsamen Söhne nach. Diese sind vom Krieg in Syrien noch wesentlich stärker gezeichnet als er. Werden sie wieder zusammenwachsen? Die Filmemacherin Hille Norden hat die Familie mit der Kamera begleitet. Nun wird der Film beim DOK.Fest München gezeigt.
* Wladimir Kaminer mit seinem Buch: "Der verlorene Sommer. Deutschland raucht auf dem Balkon" und dem Album seiner Band "Kaminer & die Antikörpers"
Auch den Schriftsteller Wladimir Kaminer haben die Corona-Pandemie und der Lockdown kalt erwischt. Keine Lesereise mehr, nur noch zu Hause. In Berlin. Auf dem Balkon. Wie alle. Aber Kaminer wäre nicht Kaminer, wenn er nicht auch aus dieser Situation etwas Amüsantes produzieren könnte. So erscheint jetzt sein Buch: "Der verlorene Sommer. Deutschland raucht auf dem Balkon". Und weil immer noch genug Zeit war, veröffentlicht er zusammen mit seinem Freund Yuriy Gurzhy auch ein neues Musik-Album mit seiner Band "Kaminer & die Antikörpers." Popsongs aus den schlechtesten Gedichten aller Zeiten.
* Forschungsergebnisse über die Darstellung von Sinti und Roma im Film - das Buch "Antiziganismus und Film"
Film und Fernsehen bedienen seit jeher Stereotype gegen Sinti und Roma. Anstelle von Aufklärung, Differenzierung und Darstellung der Lebensrealität von Sinti und Roma werden sie abgewertet. Ihre Geschichte während des Nationalsozialismus wird oft nicht hinlänglich erwähnt. Um dieses Problem aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen und zu beleuchten, versammelten sich Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, Film und Menschenrechtsarbeit. Die Ergebnisse dieses Austausches sind nun veröffentlicht im zweisprachigen Band "Antiziganismus und Film / Antigypsyism and Film".
* Musik der "Gastarbeiter"-Generation | Ata Canani: "Warte mein Land, warte"
Ata Canani kam als Kind mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland, wo sein Vater als Gastarbeiter arbeitete. Er machte einen Realschulabschluss und arbeitete unter anderem auch am Fließband. Seine große Leidenschaft galt aber der Musik. Er spielte die Langhalslaute Baglama mit türkischen Melodien und deutschen Texten, die wie Protestsongs über die prekäre Situation vieler türkeistämmiger Arbeitsmigranten waren. Somit wurde er als "Stimme der Gastarbeiter" immer wieder auch in das deutsche Fernsehen eingeladen. Seinen Durchbruch schaffte er nicht - dafür war die Musik für die Deutschen zu fremd und die Texte für die Menschen aus der Türkei zu unverständlich. Vor einigen Jahren aber wurden seine Protestlieder wiederentdeckt, die jetzt auf einem neu eingespielten Album zu hören sind: "Warte mein Land, warte".
* RebellComedy-Poet Babak Ghassim: "Raus aus'm Zoo"
Babak Ghassim und sein Freund Usama Elyas gründeten 2006 die 10-köpfige Comedianvereinigung "RebellComedy", nach eigenen Angaben aus Frust über das, was damals in der deutschen Comedy angeboten wurde. Seitdem mischen sie die Comedy-Szene auf - mit Humor, Selbstironie, Poetik und Verstand. Sie verstehen es, ihre diversen kulturellen Wurzeln und damit verbundene Vorurteile in ihren Programmen zu thematisieren und dabei einerseits witzig, andererseits gesellschaftskritisch zu sein. Jetzt haben sie ein neues Programm mit dem Titel "Raus aus'm Zoo", in dessen Zentrum ein Poem von Babak Ghassim steht.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 30.04.2021 um 23:15 Uhr auf ARD-alpha.