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Weltbilder

Donnerstag, 15.04.2021 02:05 Uhr
NDR
Donnerstag
15.04.2021
02:05 Uhr
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* Frankreich: Der letzte Leuchtturm

Ganz allein, mitten im Meer. Benoît Jenouvrier und Thomas Dalisson haben einen ungewöhnlichen Job: Sie sind die letzten Leuchtturmwärter Frankreichs. Wenn die Flut kommt, sind sie im Phare de Cordouan in der Mündung der Gironde gefangen. Die Tür ist dann unter Wasser - und für die beiden geht die Arbeit los: Malern, die Wetterstation warten, die Befeuerung reinigen. Das Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert muss top in Schuss sein. Der Leuchtturm soll Weltkulturerbe werden. Der 68 Meter hohe Leuchtturm wird trotz moderner Technik noch immer für die Navigation gebraucht.

* Chile: Der Impfchampion

Chile impft so schnell und effizient wie kaum ein anderes Land. Selbst Israel haben sie bereits überholt. Sehr früh hat Chile das Impfen zur Chefsache gemacht. Teil des Erfolgsrezepts: unbürokratische Lösungen. Geimpft wird in Parkanlagen, Schulen, Stadien und Kirchen. Hebammen, Zahnärzt*innen, das gesamte medizinische Personal darf impfen. Noch im Mai vergangene Jahres war die Not im Land groß, Menschen waren auf Suppenküchen und Essenspenden angewiesen. Doch dann wurden sehr schnell Impfstoffe bestellt und noch vor Eintreffen der Vakzime die Vorbereitungen für das Impfen getroffen. Trotz des Erfolgs steigen aktuell die Infektionen.

* Uganda: Coronaschutz für Gorillas

Die Tiermedizinerin Gladys Kalema-Zikusoka studiert und hegt seit mehr als 20 Jahren die Berggorillas im Bwindi-Nationalpark von Uganda. Aktuell sorgt sie sich um ihre Schützlinge: "Covid19 könnte die ganze Art ausrotten, auch weil Gorillas keine soziale Distanz kennen. Sie sind ernsthaft bedroht. Wir haben eine ethische Verpflichtung, sie zu schützen, denn wir haben ihren Lebensraum zerstört." Das Covid19-Virus soll seinen Anfang im Tierreich genommen haben, kann aber auch wieder vom Menschen zurück zu Tieren wandern, wie den uns genetisch verwandten Gorillas. So infizierten sich die Gorillas im Zoo von San Diego wohl bei einem Pfleger.

* Argentinien: Auswilderung von Jaguaren

Es ist ihr Lebenswerk: Die Biologin Sofia Heinonen wildert im Norden Argentiniens wieder Jaguare aus. Karai und Porã, eine Jaguarmutter mit ihrem drei Monate alten Jungen, beginnen ein neues Leben in Freiheit. Eine kleine Sensation: Im Feuchtgebiet Esteros del Iberá waren die Raubkatzen, aber auch Sumpfhirsche, Tapire und Ameisenbären, seit den 70er-Jahren ausgestorben. Sie wurden systematisch ausgerottet - durch Jäger und Viehzüchter. Jetzt kehrt die Wildnis zurück in diesem besonderen Schutzprojekt. Sofia Heinonen erzählt, wie der millionenschwere Unternehmer Douglas Tompkins Anfang der 90er-Jahre dieses Feuchtgebiet gekauft und renaturiert hatte. Die gemeinsame Vision: die Natur einfach Natur sein lassen, um sie zu erhalten. Und die Entwicklung seit damals zeigt: Es funktioniert.
Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 15.04.2021 um 02:05 Uhr auf NDR.