* Frankreich: Der letzte Leuchtturm
Ganz allein, mitten im Meer. Benoît Jenouvrier und Thomas Dalisson haben einen ungewöhnlichen Job: Sie sind die letzten Leuchtturmwärter Frankreichs. Wenn die Flut kommt, sind sie im Phare de Cordouan in der Mündung der Gironde gefangen. Die Tür ist dann unter Wasser - und für die beiden geht die Arbeit los: Malern, die Wetterstation warten, die Befeuerung reinigen. Das Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert muss top in Schuss sein. Der Leuchtturm soll Weltkulturerbe werden. Der 68 Meter hohe Leuchtturm wird trotz moderner Technik noch immer für die Navigation gebraucht.
* Chile: Der Impfchampion
Chile impft so schnell und effizient wie kaum ein anderes Land. Selbst Israel haben sie bereits überholt. Sehr früh hat Chile das Impfen zur Chefsache gemacht. Teil des Erfolgsrezepts: unbürokratische Lösungen. Geimpft wird in Parkanlagen, Schulen, Stadien und Kirchen. Hebammen, Zahnärzt*innen, das gesamte medizinische Personal darf impfen. Noch im Mai vergangene Jahres war die Not im Land groß, Menschen waren auf Suppenküchen und Essenspenden angewiesen. Doch dann wurden sehr schnell Impfstoffe bestellt und noch vor Eintreffen der Vakzime die Vorbereitungen für das Impfen getroffen. Trotz des Erfolgs steigen aktuell die Infektionen.
* Uganda: Coronaschutz für Gorillas
Die Tiermedizinerin Gladys Kalema-Zikusoka studiert und
kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um die Berggorillas im
Bwindi-Nationalpark von Uganda. Aktuell sorgt sie sich um ihre
Schützlinge: "COVID 19 könnte die ganze Art ausrotten, auch
weil Gorillas keine soziale Distanz kennen. Sie sind ernsthaft
bedroht. Wir haben eine ethische Verpflichtung, sie zu
schützen, denn: wir haben ihren Lebensraum zerstört." Das
COVID-19-Virus soll seinen Anfang im Tierreich genommen
haben, kann aber auch wieder vom Menschen zurück zu Tieren
wandern, wie den dem Menschen genetisch verwandten
Gorillas. So haben sich die Gorillas im Zoo von San Diego
infiziert, wohl bei einem Tierpfleger.
* Argentinien: Auswilderung von Jaguaren
Es ist ihr Lebenswerk: Die Biologin Sofia Heinonen wildert im
Norden Argentiniens wieder Jaguare aus. Karai und Porã, eine
Jaguarmutter mit ihrem drei Monate alten Jungen, beginnen
ein neues Leben in Freiheit. Eine kleine Sensation: Im
Feuchtgebiet Esteros del Iberá waren die Raubkatzen, aber
auch Sumpfhirsche, Tapire und Ameisenbären seit den 1970er Jahren ausgestorben. Sie wurden systematisch ausgerottet
durch Jäger und Viehzüchter. Jetzt kehrt die Wildnis zurück in
diesem besonderen Schutzprojekt. Sofia Heinonen erzählt, wie
der millionenschwere Unternehmer Douglas Tompkins Anfang
der 1990er-Jahre dieses Feuchtgebiet gekauft und renaturiert
hatte. Die gemeinsame Vision: die Natur einfach Natur sein
lassen, um sie zu erhalten. Und die Entwicklung seit damals
zeigt: es funktioniert.
Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 17.04.2021 um 07:45 Uhr auf tagesschau24.