

Knapp 200 Kilometer südwestlich von Havanna liegt das "Valle de Vinales", für viele die schönste und auch eigentümlichste Landschaft Kubas. Das "Valle de Vinales" ist ein Bauernland. Neben Mais, Bohnen und den kartoffel-ähnlichen Malangas wird hier vor allem Tabak angebaut. Es soll der beste Tabak der Welt sein. Eine echte Havanna ist reine Handarbeit: Von der Aussaat bis zur Auslieferung sind fast 100 Arbeitsgänge notwendig.
Trinidad, an der Südküste gelegen, ist Kubas koloniale Vorzeigestadt. Bis ins 18. Jahrhundert lebte die Stadt vor allem vom Schmuggel. Zu Wohlstand kam Trinidad durch den Zucker und den damit verbundenen Sklavenhandel. Die Zuckerbarone versuchten, mit dem Luxus und dem Baustil Havannas zu konkurrieren. Sie bauten Prachtpaläste in der Tradition der spanisch-maurischen Mudéjar-Architektur.
Östlich von Trinidad liegt das "Valle de los Ingenios", das Tal der Zuckermühlen. Neben Tabak ist Zuckerrohr das wichtigste Erzeugnis Kubas, bis heute. Das Tal der Zuckermühlen ist auch ein Denkmal für die über eine Million Sklavinnen und Sklaven, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf den Feldern und in den Fabriken arbeiten mussten. Heutzutage hat der Tourismus den Zucker verdrängt. Trinidad wurde zu Kubas wichtigstem Devisenbringer.
05.02.2008 SWR/SRDie wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 21.03.2021 um 06:00 Uhr auf SWR.