Frontal 21

(vom Vortag)
45min, Deutschland 2021
Quelle: ARD-Pressebild
Quelle: ARD-Pressebild

Hoffnung im Praxistest
Impfstart bei Hausärzten
Nach Ostern werden in Deutschland nun auch rund 35 000 Hausarztpraxen an der Corona-Impfkampagne teilnehmen. Allerdings bekommen sie zunächst nur etwa 20 bis maximal 50 Impfdosen pro Woche zugeteilt.

Als "Resterampe" bezeichnet Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, die Impfstoff-Zuteilung. Denn die Mehrzahl der verfügbaren Impfdosen geht an Impfzentren. Dort lägen Millionen Dosen ungenutzt herum, kritisieren niedergelassene Ärzte. Zudem seien sie viel zu spät in die Impfkampagne eingebunden worden. "Wir konnten ältere Menschen nicht impfen, die haben sich in dem Zeitraum anstecken können. Und auch das hat Todesopfer gefordert", sagt Hausarzt Dr. Andreas Pötzl aus Hof in Bayern, der bereits seit Mitte März 2021 im Rahmen eines Pilotprojekts gegen COVID-19 impfen kann.

"Frontal 21" über den Impfstart bei Hausärzten.

Rechtsextreme Umsturzpläne
Terrorverdächtige vor Gericht
Im Februar 2020 zerschlugen deutsche Sicherheitsbehörden ein Terrornetz aus Rechtsextremisten. Laut Ermittler plante die "Gruppe S." Anschläge sowie Attentate und wollte eine Bürgerkriegssituation schaffen.

So soll sich die rechte Terrorzelle gebildet haben, um die bestehende Staats– und Gesellschaftsordnung durch Anschläge gegen Politiker, Asylsuchende und Muslime zu erschüttern und zu überwinden. Konkret stehen die mutmaßlichen Rechtsterroristen unter Verdacht, Massaker in Moscheen, Morde an den Grünen-Politikern Anton Hofreiter und Robert Habeck sowie Angriffe auf Aktivisten der Antifa geplant zu haben.

Die Generalbundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Gegen elf Angehörige und einen Unterstützer der "Gruppe S." beginnt der Prozess voraussichtlich am 13. April 2021 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart.

"Frontal 21" berichtet gemeinsam mit den "Stuttgarter Nachrichten" über eine rechte Terrorgruppe, die in Deutschland die Macht übernehmen wollte und deren Mitglieder nun vor Gericht stehen.

Unschuldig im Gefängnis?
Hürden beim Wiederaufnahmeverfahren
Die Hürden für die Wiederaufnahme eines rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahrens sind in Deutschland hoch. Das musste auch Marijan S. erfahren, der wegen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde.

Über 16 Jahre verbrachte Marijan S. hinter Gittern, obwohl er von Anfang an seine Unschuld beteuerte. Doch eine Wiederaufnahme des Verfahrens wurde in mehreren Instanzen verworfen.

"Frontal 21" zeigt, wie er mithilfe eines neuen Gutachtens versuchte, aus dem Gefängnis zu kommen.

Gemüse mit bitterem Beigeschmack
Ausgebeutete Erntehelfer in Spanien
In deutschen Supermärkten werden Obst und Gemüse, etwa aus Südspanien, das ganze Jahr über zu Spottpreisen angeboten. Doch dafür arbeiten in den Agrarbetrieben vor Ort viele Erntehelfer unter sklavenähnlichen Bedingungen.

Häufig sind es Menschen mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund, die dort auch unter katastrophalen Umständen leben. Wer trägt die Verantwortung? Mit dem kürzlich von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Lieferkettengesetz sollen künftig auch deutsche Supermärkte stärker in die Pflicht genommen werden.

"Frontal 21" zeigt das Schicksal der Erntehelfer in Südspanien, die für die Produkte in deutschen Obst- und Gemüsetheken ausgebeutet werden.

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 08.04.2021 um 04:30 Uhr auf ZDF.