was zusammen gehört? Oder passten die beiden deutschen Staaten längst nicht mehr zusammen? Erziehung, Wirtschaft, Lebensstandard und sogar Promillegrenze: Nach Jahrzehnten der Entfremdung war bei den Nachbarn scheinbar alles anders. Der Blick auf das jeweils "andere" Deutschland ist bis heute verstellt von Klischees und Vorurteilen. In der ersten Folge der Doku-Reihe "Leben im geteilten Deutschland" macht sich ZDFinfo auf Spurensuche zwischen Planwirtschaft und D-Mark-Wunder. Stolz auf ihre Wirtschaft waren beide Staaten: Die Bundesrepublik hatte die stärkste Währung in Europa. Auch die DDR verstand sich lange als Erfolgsbeweis - dafür, dass auch eine sozialistische Volkswirtschaft konkurrenzfähig sein konnte. In Wahrheit drifteten die beiden Systeme immer weiter auseinander - mit entsprechenden Folgen für das Alltagsleben. Im Westen genoss man den neuen Wohlstand, in der DDR dienten die sozialistischen Betriebe dem Staat und seinen Zielen und nicht dem Streben nach Profit. Der Arbeitsplatz war Lebenszentrum und garantierte wichtige Sozialleistungen. Das Kollektiv war alles, die Wirtschaft durchgeplant, Löhne und Preise festgelegt vom Staat. Individuelle Anreize: Fehlanzeige. Die Grundversorgung: bescheiden. Luxusgüter gab es nur gegen Westgeld, für "Aluchips" fast nichts. "Leben im geteilten Deutschland" zeigt, wie 40 Jahre Teilung die Menschen im Osten und im Westen prägten - und warum so manche Eigenart bis heute überlebt hat.
Darin enthalten die Dokumentationen:
Ballermann oder Balaton Film von Nina Rothermundt In der zweiten Folge der vierteiligen Doku-Reihe "Unser Leben im geteilten Deutschland" macht sich ZDFinfo auf Spurensuche zwischen Ballermann und Balaton. Ab Mitte der 50er Jahre zog es die Westdeutschen an die Nordsee und die Berge. Käfer und Isetta machten es möglich. Mit Einführung des gesetzlichen Mindesturlaubs ging die Reiselust dann richtig los, zumal die D-Mark überall willkommen war. Traumziel war Italien. Wer es sich leisten konnte, ließ das Auto stehen und düste mit dem Flieger auch mal nach Mallorca. Freie Wahl des Urlaubsziels - das gab es in der DDR nur innerhalb des Landes. Oft ging es auch in die "sozialistischen Bruderstaaten". Der Westen war tabu - offiziell auch in Sachen Lebensstil und Mode. Wer im Osten cool sein wollte, musste sich mit Nähmaschine und Schnittmustern behelfen. Mit dem Verbot von "hektischen Modewechsel" wollte der Staat Ruhe auf dem Modemarkt verordnen - doch die privaten Nähmaschinen ratterten weiter. "Unser Leben im geteilten Deutschland" zeigt, wie vierzig Jahre Teilung die Menschen im Osten und im Westen prägten - und warum so manche Eigenart bis heute überlebt hat.
Plattenbau oder Reihenhaus Film von Nina Rothermundt Wuchs 1989 zusammen, was zusammen gehört? Oder passten die beiden deutschen Staaten längst nicht mehr zusammen? Erziehung, Wirtschaft, Lebensstandard und sogar Promillegrenze: Nach Jahrzehnten der Entfremdung war bei den Nachbarn scheinbar alles anders. Der Blick auf das jeweils
bis heute verstellt von Klischees und Vorurteilen. In Deutschland West war in den 60ern Aufbruch angesagt. Immer mehr Familien erfüllten sich den Traum von den eigenen vier Wänden. Im Osten war das Sehnsuchtsziel eine Wohnung von der Stange Nierentisch, Kühlschrank, Waschmaschine: In Deutschland West war in den 60ern Aufbruch angesagt. Immer mehr Familien erfüllten sich den Traum von den eigenen vier Wänden. Im Osten war das Sehnsuchtsziel eine Wohnung von der Stange - behördlich organisiert und zugewiesen, mit Heizung und Bad.
Schwarzer Kanal oder BILD Film von Steffi Lischke Erziehung, Wirtschaft, Lebensstandard und sogar Promillegrenze: Nach Jahrzehnten der Entfremdung war bei den deutschen Nachbarn in Ost und West scheinbar alles anders. Offene Worte gegen das System - in der DDR gab es das nur im Privaten. In den Medien herrschten Parteiparolen und Zensur. Einen ungeschönten Blick versprach das Fernsehen aus dem Westen - empfangen mit illegalen Antennen.
In "phoenix history" erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.02.2021 um 00:00 Uhr auf phoenix.