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Länder-Menschen-Abenteuer

Wo Sibirien endet - Die Tschuktschen am Polarmeer
Montag, 23.11.2020 10:25 Uhr
BR
Montag
23.11.2020
10:25 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (tvdirekt)
Bildquelle: Pressebild (tvdirekt)

Die Tschuktschen in Sibirien führen heute (wieder) das traditionelle Leben der Eskimos. Nach Jahrzehnten der Zwangskollektivierung im Sozialismus hat sich das Volk der Tschuktschen zurückbesonnen auf die alten Werte. Das Volk der Tschuktschen lebt in Sibirien, an der Beringstraße. Heute ziehen sie wieder mit ihren Herden im Sommer durch die Tundra. Selbstverständlich ist das nicht, denn als die Oktoberrevolution nach Tschukotka kam und das Gebiet in nächster Nähe zu den USA für die Russen aus strategischen Gründen wichtig wurde, verstaatlichte man auch die Nomaden am Ende der Welt. Aus Familienclans wurden Brigaden, aus Jägern Planerfüller des Volkes. Plötzlich bestimmten fremde Maßstäbe ihr Leben. Ihre Kinder wurden weit weg von der Tundra in Internatsschulen geschickt, gewöhnten sich an die Annehmlichkeiten der Zivilisation - feste Häuser, warmes Wasser, geheizte Räume auch bei minus 40 Grad. Manche kehrten danach nicht mehr in die Tundra zurück. Doch als mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Wegfall hoher Polarzulagen immer mehr Russen ins Mutterland, das sogenannte "materik", zurückkehrten, besannen sich die Tschuktschen wieder auf ihre eigenen Kräfte. Auch junge Leute leben heute wieder in der Tundra mit den Rentieren, nähen Kleidung für den Winter, legen Vorräte an, gehen wieder auf die Jagd nach Walen und Robben. Viele Tschuktschen haben wieder ihre uralten Traditionen entdeckt, sind wieder Herren im eigenen Land.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 23.11.2020 um 10:25 Uhr auf BR.