zeit.geschichte

15 Jahre lang bestimmte er die Geschicke Niederösterreichs. Von 1966-1981 war Andreas Maurer Landeshauptmann des größten Bundeslandes Österreichs. Während seiner Amtszeit wurde der Ausbau des Straßennetzes forciert, die Kommunalstruktur reformiert sowie ein Modernisierungsprozess auf mehreren Gebieten (Niederösterreichisches Pflichtschulgesetz 1972, Raumordnungsgesetz, Naturschutzgesetz 1976, neue Landesverfassung) eingeleitet. In seine Amtszeit fiel auch die große Gemeindereform im Jahr 1970, mit der die Anzahl der Gemeinden in Niederösterreich von 1281 - von einigen kleinen Änderungen abgesehen - auf die heutigen 573 reduziert wurde. Maurer gilt auch als "Königsmacher" zahlreicher Politiker auf Landes- und auf Bundesebene. Zu diesen zählten Karl Schleinzer, Liese Prokop, Siegfried Ludwig sowie dessen Nachfolger Erwin Pröll, der in ihm auch einen "väterlichen Freund" sah. Maurer war stets der Musik verbunden. So trat er bereits 1932 der Blasmusik in seinem Heimatort bei und wurde später Ehrenpräsident des Niederösterreichischen Blasmusikverbandes. Erinnerungen zufolge hatte Maurer immer sein eigenes Mundstück eines Bassflügelhorns mit, sodass er jederzeit bei entsprechenden Gelegenheiten mitspielen konnte. Dieses Mundstück wurde ihm neben seiner Geige als Grabbeigabe mitgegeben.

Quelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 28.09.2020 um 04:30 Uhr auf ORF 3.