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Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Kolumbien - Schwerpunkt: Schule ist klasse!
Samstag, 05.09.2020 19:30 Uhr
arte
Samstag
05.09.2020
19:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Im Norden Kolumbiens in der Region Bajo Cauca, gut 300 Kilometer nördlich von Medellín, liegt das kleine Dorf Vereda la Escuela. Hier wechseln sich dichter Dschungel und Sumpfgebiete ab. Die Menschen, die hier leben, haben kaum mehr als das Allernötigste. Der einzige Ausweg: ein guter Job in der Stadt. Wer hier der Armut entkommen will, schafft dies meist nur durch eine gute Schulbildung. Doch der einzige Weg zur Schule führt über eine instabile, morsche Brücke, die aus wenigen dünnen, rutschigen und notdürftig zusammengebundenen Holzstämmen besteht.
Die zehnjährige Kendys hat jedes Mal Angst, dass ihr oder ihren Freunden etwas passiert. Sie könnten ausrutschen, von der Brücke fallen und sich dann schwer verletzen.
Der ebenfalls zehnjährige Juan muss zwar nicht über die Brücke, doch ist sein Schulweg durch Dickicht und Schlamm kaum minder gefährlich. Denn auch Juan muss den Fluss überqueren - in einem wackligen Einbaum.
Die Schulwege allein sind bereits beschwerlich genug für die Kinder. Hinzu kommen jedoch ganzjährige Temperaturen von etwa 36 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 97 Prozent - Umstände, die die Schulkinder aus dem kolumbianischen Dorf täglich auf sich nehmen, um zur Schule zu kommen. Denn nur durch den regelmäßigen Unterricht, schaffen sie es, eines Tages ihren Traum von einem besseren Leben Realität werden zu lassen. Sie müssen stundenlang marschieren, ja sogar klettern oder schwimmen, um in die Schule zu gelangen: Die Dokumentationsreihe "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" zeigt Kinder aus der ganzen Welt, die ihren Schulweg unter extremen Bedingungen zurücklegen. Die kleinen Helden schrecken weder vor Eiseskälte noch tiefen Abgründen zurück, kämpfen gegen Überschwemmungen, begegnen wilden Tieren und haben doch nur ein Ziel vor Augen: ein besseres Leben.

* Schwerpunkt: Schule ist klasse!
Schule ist klasse! Das weiß jeder, besonders in Zeiten von Corona. ARTE widmet der Institution, mit der jeder grenzenlose positive und negative Gefühle und Erinnerungen verbindet, einen Programmschwerpunkt mit sechs Spielfilmen, einem Kurzfilm und sechs Dokumentationen.
In "Madame Hyde" spielt eine der Grandes Dames des französischen Kinos, Isabelle Huppert, eine unsichere und unbeliebte Physiklehrerin, die tagtäglich mit den Schülern zu kämpfen hat. Als sie eines Nachts vom Blitz getroffen wird, wendet sich das Blatt - sie scheint nun übernatürliche Kräfte zu besitzen.
Bertrand Taverniers Sozialdrama "Es beginnt heute" zeigt die vergeblichen Bemühungen des Leiters einer Vor- und Brennpunktschule, jedem Schüler die gleichen Entfaltungsmöglichkeiten zu geben - gegen Armut und Arbeitslosigkeit der Eltern ist er machtlos.
"Endel der Fechter" basiert auf der Lebensgeschichte des estnischen Fechters Endel Nelis, der auf der Flucht vor der sowjetischen Geheimpolizei in den 50er Jahren eine Fechtschule in der Provinz gründet. Ein Film über Liebe und Integrität auch in schwierigen politischen Zeiten. Und über unsere Verantwortung gegenüber der nachwachsenden Generation.
Die Neuverfilmung des Kästner-Romans "Das fliegende Klassenzimmer" erzählt von den Erlebnissen der Internatsschüler des Thomanerchors Leipzig und zeigt, dass die Sorgen und Ängste von Kästners Protagonisten nichts an Aktualität eingebüßt haben.
"Die Schüler der Madame Anne" zeigt, wie eine Geschichtslehrerin in einem Lycée der Banlieue ihren Schülern mit ambitionierten Maßnahmen begegnet: Sie sollen mit Überlebenden des Holocaust sprechen.
Außerdem zeigt ARTE den Kurzfilm "Sing" von Kristof Deak sowie folgende Dokumentationen: "Maisonneuve - Eine Schule des Zusammenlebens" (Nicolas Wadimoff), "Die Schule der letzten Chance" (Thierry Michel), "Es ist ein Drama" (Eric Baudelaire), "Die Farben unserer Herkunft" (Claire Doutriaux), "Die Schule von morgen 1+2" (Frédéric Castaignède) und "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" (Joachim Förster).

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 05.09.2020 um 19:30 Uhr auf arte.