Die wunderbare Welt der Weine

Patagonien: Weinbau am Ende der Welt

Quelle: Pressebild
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Wüstenartige Landschaften, so weit das Auge reicht, endlose, in gleißendes Licht getauchte Steppen, Berge, die unüberwindlich scheinen - das ist Patagonien, eine Wildnis am Rande der Welt mit der Atmosphäre des Wilden Westens. An den Ausläufern der Anden haben ein paar ambitionierte Winzer trotz widriger klimatischer Bedingungen damit begonnen, die karge Erde mit modernen Methoden in grüne Reblandschaften zu verwandeln. In diesem Wilden Westen Südamerikas scheint noch alles möglich.


Patagonien liegt am südlichen Ende Lateinamerikas und war schon immer ein Paradies für Pioniere, Schriftsteller und Reisende, die das Abenteuer suchen. An den Ausläufern der Anden haben ein paar ambitionierte Winzer damit begonnen, die karge Erde mit modernen Methoden in grüne Reblandschaften zu verwandeln. Trotz extremer Hitze und Kälte setzte sich eine kleine Gruppe abenteuerhungriger Europäer bereits vor etwas mehr als hundert Jahren in den Kopf, die lebensfeindlichen Landschaften zu bezwingen, um dort Wein anzubauen. Unweit der Stadt General Roca gedeihen die Pinot-noir-Trauben der Bodega Humberto Canale. Ihre Gründer, die sich vor über hundert Jahren dort niederließen, waren Pioniere des Rebbaus in Patagonien. Etwas weiter entfernt liegt der südlichste Weinberg Argentiniens. Er gehört der Familie Rodríguez, die es als erste wagte, in diesen Breitengraden Wein anzubauen. Tag für Tag verschieben Patagoniens Winzer die Grenzen der Wüste etwas weiter. Mit neuen Technologien trotzen sie den extremen klimatischen Bedingungen einer isolierten Region, die von der Natur nicht für den Weinbau vorgesehen war.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 16.09.2020 um 11:45 Uhr auf Arte.