In der sechsten Folge der neuen Staffel "Liebesg'schichten und Heiratssachen" porträtiert Nina Horowitz weitere partnersuchende Damen und Herren im Alter zwischen 49 und 77. Die sechs Singles, die große Lust auf eine neue Liebe haben, kommen diesmal aus fünf Bundesländern: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Tirol. Darunter ist zum Beispiel Busreiseleiterin Sieglinde, die es liebt, auf der Sommerrodelbahn Gas zu geben. Ihr Lebensglück sucht sie nach einem bestimmten Motto: "Liebe ist, wenn man bleiben will". Der ehemalige Fernmeldetechniker Fritz, der am besten beim Tanzen zu Helene Fischers Hit "Atemlos" abschalten kann, legt bei seiner Traumfrau besonders Wert auf Charme. Die sechs Kandidatinnen und Kandidaten von Folge sechs im Überblick: Harry, 55-jähriger pensionierter Masseur aus dem Burgenland, ist auf der Suche nach einer Beziehung ohne große Verpflichtungen: "Ich bin nicht abgeneigt, eine schöne Frau kennenzulernen." Von der hat der Südburgenländer sehr genaue Vorstellungen. Sie soll zwischen 35 und 40 Jahre alt sein, blond und schlank, sportlich und fesch gekleidet. "Eine schöne Frau ist deshalb keine Tussi, nur weil sie sich gut herrichten kann. Das ist einfach ein schöner Charakterzug", ist Harry überzeugt. Zu seiner Mutter hat der Kandidat eine gute Beziehung. Sie wäscht und kocht für ihn. Und zwar gern, wie er betonen möchte. Harry war in der Vergangenheit unter anderem Bademeister. Die Liebe zum Wasser hat ihn auch immer wieder in die Lagunen der Karibik geführt, deshalb ist auch sein Bauch mit dem Tattoo-Schriftzug "Mar Caribe" verziert. Seine längste Liaison hat eineinhalb Jahre gedauert. Christine, 72-jährige kaufmännische Angestellte in Pension aus Wien, möchte ihren Seelenpartner finden. Was der mitbringen sollte? "Herz, Respekt, Anstand, Wahrheitsliebe. Und: Was er unbedingt braucht, sind g'schickte Hände." Die sind für die Wienerin wünschenswert, weil sie ein kleines Blockhäuschen und viele Ideen sowie Verbesserungswünsche hat. Christines Traumprinz sollte öffentlichkeitstauglich, aber nicht zu schön sein: "Einen Schönling hat man nie für sich allein!", findet sie. Zehn Kilo würde die Kandidatin für einen Mann eventuell abnehmen, aber mehr dürfte er sich bitte nicht von ihr wünschen. 40 Kilo wären jedenfalls zu viel, schmunzelt sie: "Ich bin ja nicht die Falten-Christl!" Christine findet, sie hat das große Talent, aus wenig viel zu machen. So gibt es manchmal montags Kartoffelgulasch, dienstags eingebrannte Kartoffel, mittwochs Kartoffelschmarrn und am Donnerstag Grenadiermarsch: "So kommt man gut durch die Woche, und das ohne viel Geld." Eines ist der Pensionistin noch wichtig zu betonen: "Ich möchte bitte keinen Mann aushalten." Für solche Herren ist in ihrem Blockhäuschen wahrlich kein Platz. Fritz, 55-jähriger Polizeibeamter aus Wien, würde, wenn alles passt, eine dritte Ehe wagen. Auch wenn er bemerkt, dass ihm mittlerweile die Trauzeugen ausgehen. Als Jugendlicher im Internat hatte Fritz, selbst Urenkel eines katholischen Pfarrers, nur eine einzige weibliche Figur in seinem Alltag: eine Nonne. Das änderte sich danach ja zum Glück. Die Traumfrau des Polizeibeamten hat kein bestimmtes Aussehen. Er hat sich auch schon beim Online-Dating versucht. Ohne große Erfolge. Ob eine Frau sein Herz schneller zum Schlagen bringt, merkt er erst, wenn er sie in Natura sieht und spürt: "Was nutzt mir das, wenn sie irre hübsch ist, wenn sie nichts im Hirn hat?". Fritz ist kulturaffin, liebt die geschichtsträchtige Umgebung Wiens und träumt von einer Frau, mit der er gute Gespräche führen kann. Aber nicht nur das: "Händchenhalten und Kuscheln gehört auch dazu. Das macht das Leben aus!" Claudschi, 49, Kellnerin aus Niederösterreich, sucht ihre "bessere Hälfte". Die Waldviertlerin hat nicht nur einige Piercings, sondern auch Tattoos an verschiedenen Stellen ihres Körpers. So lacht zum Beispiel ein kleines Teufelchen von ihrer Brust.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 16.08.2020 um 11:05 Uhr auf ORF 2.