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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Das alte Siam - Ayuttahaya und Sukhothai, Thailand
Sonntag, 19.07.2020 06:00 Uhr
SR
Sonntag
19.07.2020
06:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Im 14. Jahrhundert entstand ein großes Machtzentrum in Siam, dem heutigen Thailand: das Königreich Ayutthaya, "die gesegnete Stadt der Engel und Könige".

Die Ruinen der Chedis, der imposanten glockenförmigen Türme, und die mächtigen Tempel- und Klosterbauten lassen noch heute die einstmalige Größe und Pracht dieser mittelalterlichen Stadtanlage erahnen. In den Kammern unter den Türmen der Chedis und des Tempels befanden sich Reliquien heiliger Männer und die sterblichen Überreste der Könige und ihrer Familien. Der Turm des Tempels Mahathat soll der Aufbewahrungsort des historischen Buddhas gewesen sein. Zwischen den Ruinen der Sakralbauten ragen immer wieder mächtige Buddhastatuen empor.

Zur berühmten Darstellung des "Ruhenden Buddhas" ist eine Legende überliefert. Buddha hatte einst einem riesigen Dämon eine Predigt gehalten. Der wollte ihm aber nicht zuhören. Daraufhin hat sich Buddha selbst um ein Vielfaches größer gemacht - damit er ihm endlich zuhört und die wahre Größe respektiert, war die Bedeutung der Botschaft. Mit der Zerstörung der Stadt Ayutthaya im 18. Jahrhundert durch birmanische Truppen ging auch das Königreich Ayutthaya zu Ende.

Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist die weltweit größte Tempelanlage Sukhothai, im Zentrum Thailands, wieder frei zugänglich. Es ist ein weitläufiges Gelände aus Tempelruinen und überlebensgroßen, fast magisch erscheinenden Buddhastatuen. Der thailändische König bezeichnete diese Tempelbauten als ein Symbol thailändischer Identität. Der Haupttempel, der Wat Mahathat, maß zur Blütezeit der Stadt 240 m in der Länge und 280 m in der Breite. Anders als in europäischen Gotteshäusern gab es im Tempel über 200 Orte religiöser Verehrung; Orte an denen Reliquien aufbewahrt wurden.

Zum Königreich Sukhothai gehörten noch die Tempelstätten von Sri Satchanalai und Kampen Phet. Auch in Sri Satchanalai finden sich Reste von Tempelanlagen und Buddhafiguren. Der Tempel im Zentrum trägt den Namen "Der Tempel, von Elefanten umgeben". Noch heute finden sich dort steinerne Nachbildungen von Elefanten. Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 19.07.2020 um 06:00 Uhr auf SR.