

Darin enthalten die Dokumentationen:
* "Deutschland von oben: 1945", Film von Jörg Müllner
Im Mai 1945 starten Bomber von England aus in Richtung Deutschland. Doch diesmal tragen die Flugzeuge keine tödliche Fracht, sondern bringen Touristen: "Trolley Missions" nennen die US-Amerikaner die Rundreise der besonderen Art. 2.300 Flüge über das zerstörte Deutschland, exklusiv für das Bodenpersonal der US Air Force - Mechaniker, Ingenieure, Küchenkräfte, Sekretärinnen.
Wie ein Reisebüro bietet die amerikanische Luftstreitkraft in Flyern zwei Routen an: die Nordroute über Dortmund, Hannover, Hamburg, Bremen und Münster; die Südroute führt über Mannheim, Frankfurt, Köln und Düsseldorf. Von den Flugzeugen aus entstehen Fotografien von völlig zerstörten Innenstädten. Diese Bilder, meist gemacht von Amateuren, bilden den roten Faden der Dokumentation. Es sind Bilder, die den Betrachter betroffen machen und Fragen aufwerfen. Kann es noch Leben geben in solchen Mondlandschaften? Können aus diesen Ruinen jemals wieder funktionierende Städte entstehen?
* "Mein Germany - US-Soldaten im Trümmerland", Film von Mathias Haentjes
"Mein Germany" erzählt die Geschichte der deutsch-amerikanischen Annäherung aus der Sicht ehemaliger Besatzungssoldaten. Für die Amerikaner, die die Deutschen bis dahin nur vom Schlachtfeld und aus der Propaganda kannten, änderte sich die Sichtweise im konkreten Zusammenleben.Sie nahmen eine Aufgabe in Angriff, die es so noch nie gegeben hatte, nämlich die Bevölkerung eines besiegten Landes politisch umzuerziehen, sie wirtschaftlich wieder auf die Beine zu bringen und für ein ganz neues Lebensgefühl zu gewinnen.
* "Trümmerkinder - Nachkriegsjahre in Berlin", Film von Karin Reiss
In der Trümmerzeit sind sie groß geworden, diese Zeit prägte sie - ein Leben lang. Eine halbe Million Kinder erlebte in Berlin das Ende des Zweiten Weltkrieges. Frieden war für viele eine neue Erfahrung, kannten sie doch nichts anderes als den Krieg. Und die Nachkriegszeit war entbehrungsreich. Es fehlte an allem.
Die Trümmerkinder waren am schlimmsten betroffen von Hunger und Krankheiten, von Wohnungsnot und Kälte. Alles musste organisiert werden. Sie streunten herum, die Ruinen waren ihre Spielplätze. In den Schulen mangelte es an Lehrkräften und Unterrichtsmaterial.
* "Wettstreit in Stein und Beton - Bauen im geteilten Berlin", Film von Reinhard Schneider
Die Dokumentation erzählt vom architektonischen Wettstreit zwischen West- und Ost-Berlin.
Nach dem Krieg gerät der Wiederaufbau Berlins durch die Teilung rasch zu einem städtebaulichen und ideologischen Wettkampf. Wer baut am schnellsten, am besten, am höchsten und wer setzt die sichtbarsten Signale für seine gesellschaftlichen Werte?
In "phoenix history" erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 21.06.2020 um 14:00 Uhr auf phoenix.