

Darin enthalten die Dokumentationen:
* "Krieg der Bunker - Westwall gegen Maginot-Linie"
Film von Barbara Necek
Die Maginot-Linie und der Westwall - beide Verteidigungslinien werden zwischen den Weltkriegen errichtet. Sie weisen große Unterschiede auf.
In Bauweise und Funktionalität, vor allem aber in der Kriegsphilosophie, die dahintersteckt. Die Franzosen wollen mit der "Ligne Maginot" bereit sein für den Verteidigungsfall, die Anlage entlang der Ostgrenze des Landes ist modern und technisch auf höchstem Niveau.
Hitlers Wall, 630 Kilometer entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches, hat neben dem militärischen vor allem auch propagandistischen Wert.
Warum setzen Frankreich und Deutschland auf solche Anlagen in einer Zeit, in der Kriege doch in der Luft und mit Panzeroffensiven entschieden werden? Wie unterscheiden sich die beiden Verteidigungslinien? Welchen Nutzen haben sie? Und halten sie, was man sich von ihnen erhofft?
Nach Kriegsende weiß man: Beide Befestigungswälle, die Maginot-Linie und der Westwall, waren im Grunde schon im Moment ihrer Planung überholt.
* "Ein seltsamer Krieg - Frankreich 1939/1940"
Film von Cédric Gruat
Der Sitzkrieg, auch "seltsamer Krieg", bezeichnet eine weitgehend ereignislose Phase zwischen September 1939 und Mai 1940. Die Wehrmacht hatte Polen angegriffen, Frankreich und England hatten dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Doch an der Westfront rührte sich im September 1939 wenig: Offiziere und Soldaten versuchten, den Krieg auszusitzen.
Mit Hilfe von Archivmaterial und Amateuraufnahmen zeigt der Dokumentarfilm, dass es während dieser Zeit zu einem echten "Kriegseintritt" der betroffenen Länder kam, was mit einer Mobilisierung auf allen Ebenen einherging. Gekämpft wurde nicht mit Geschützen, sondern mit Propaganda.
Die breite Öffentlichkeit weiß nur wenig über den Sitzkrieg von 1939 bis 1940. Viele der gängigen Deutungsweisen kommen zu kurz. Oft wird diese erste Phase des Zweiten Weltkriegs so stark mit der Niederlage Frankreichs von 1940 in Verbindung gebracht, dass sie keine eigenständige Betrachtung erfährt, sondern lediglich als Ankündigung dessen angesehen wird, was folgte: der unvermeidliche Sieg Nazideutschlands über ein Frankreich, das sich schwertat, in den Kampf zu ziehen.
Mit Hilfe von Archivmaterial und Amateuraufnahmen versucht der Dokumentarfilm aufzuzeigen, dass es während dieser wichtigen Phase des Zweiten Weltkriegs zu einem echten "Kriegseintritt" der betroffenen Länder kam. Das ging einher mit einer Mobilisierung auf allen Ebenen. Während Soldaten eingezogen wurden und der Alltag der Zivilbevölkerung sich radikal veränderte, bereiteten sich die jeweiligen Regierungen auf einen Krieg vor, bauten ihre Sicherheitspolitik aus und setzten verstärkt auf Propaganda.
Die Alliierten versuchten Zeit zu gewinnen und setzten auf einen Langzeitkrieg. Hitler hingegen entschied sich, den Feind durch schnelles Handeln zu überraschen und plante eine riskante, aber entscheidende Offensive. Monatelanges Warten entlang der Maginot-Linie zermürbte die französischen Soldaten. Kälte und Langeweile führten im Winter 1939/40 zu einer regelrechten Depression innerhalb der französischen Armee, die durch Deutschlands psychologische Kriegsführung und bewusst eingesetzte Propaganda noch verstärkt wurde und zum Ziel hatte, einen Keil zwischen die Alliierten zu treiben.
* "Tag der Entscheidung - De Gaulle und das 'Freie Frankreich'"
Film von Laurent Portes und Laurent Joffrin
Am 16. Juni 1940 brach Charles de Gaulle mit der neuen französischen Regierung - er akzeptierte die Kapitulation Frankreichs nicht und kämpfte für ein freies Vaterland. Mit seiner Radio-Ansprache aus dem Londoner Exil begann für den damals noch weitgehend unbekannten General der politische Weg, der ihn zu einer der bekanntesten Figuren in der Geschichte des 20. Jahrhunderts machte.
In "phoenix history" erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 13.06.2020 um 10:00 Uhr auf phoenix.