

"Kein Monarch der Erde ist früher so schnell und zugleich so glatt gefahren", notiert Pfarrer Wehrhan 1840 voller Begeisterung am Ende seiner Dampfwagenfahrt nach Leipzig. Das Eisenbahnzeitalter war angebrochen. Nicht mehr drei Tage, sondern nur noch drei Stunden brauchte man von Dresden in die Messemetropole.
Der Mann, der mit der "Saxonia" die erste deutsche Lokomotive auf die Schiene stellte, starb vor 150 Jahren in Dresden: Johann Andreas Schubert. In Sachsen ist er gleichsam zur Legende geworden.
Moderatorin Beate Werner erinnert an den Eisenbahnprofessor, dessen Name für herausragende Entwicklungs- und Ingenieurleistungen steht. Das erste Elbe-Dampfschiff "Königin Maria" und die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, die "Göltzschtalbrücke", gehören ebenso zu Schuberts Lebenswerk.
Beate Werner begibt sich in Dresden auf Spurensuche. Bekannte Straßen und Plätze - Orte, an denen Schubert lebte und arbeitete, vermitteln neue Facetten. Gemeinsam mit Kustos Sven Bracke wird die Moderatorin die originalgetreu nachgebaute "Saxonia" im Dresdner Verkehrsmuseum in Augenschein nehmen.
Der Besuch im Maschinenraum eines historischen Raddampfers der Weißen Flotte lässt ahnen, warum Schubert der Sicherheit von Dampfkesseln größte Bedeutung zukommen ließ. Und auf der Laubegaster Werft gibt es einen besonders seltenen Blick zu erhaschen: ein Dampfschiff "von unten".
Erzählt wird auch, warum Johann Andreas Schubert vom sächsischen König erst im hohen Alter gewürdigt wurde und was Dresdner Eierschecke, Sommertheater an der Elbe und "Zappelschränke" mit dem Professor zu tun haben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 06.06.2020 um 18:15 Uhr auf MDR.