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phoenix history

Lost Places Brandenburg
Mittwoch, 25.09.2024 02:15 Uhr
Phoenix
Mittwoch
25.09.2024
02:15 Uhr
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Bildquelle: ARD Foto
Bildquelle: ARD Foto

Film von Lutz Rentner, RBB 2024

Die Doku erkundet drei der spektakulärsten und geheimnisvollsten Industrieruinen Brandenburgs. Eine Mühle aus Beton in Fürstenberg/Havel, direkt am Ufer des Röblinsees. Einst eine der größten Mehlproduzenten Norddeutschlands. In der DDR ein Kraftfuttermischwerk, das Tierfutter für die industrielle Landwirtschaft lieferte. Seit der Abwicklung 1992 stehen die Gebäude leer.

Das Nazi-Kraftwerk an der Oder, etwa drei Kilometer nördlich von Eisenhüttenstadt. Hier ragen zwei gut 100 Meter hohe Schornsteine in den Himmel. Sie sind Wahrzeichen des Kraftwerksbaus Vogelsang. Eigentlich sollte hier Energie für den Totalen Krieg produziert werden. Erbaut wurde die monumentale Beton-Konstruktion fast ausschließlich von Zwangsarbeitern - unter schwersten Lebens- und Arbeitsbedingungen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs tobte hier eine wochenlange Schlacht, deren Spuren noch heute zu sehen sind.

Seit Jahrhunderten ist Wittstock eine Stadt der Tuchmacher. Heute noch sichtbare Zeugen dieser Zeit sind die verfallenen Gebäude der alten Uniform-Tuchfabrik. Erbaut in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts von Emil Quandt und seinen Söhnen. Eine Tuchfabrik für Millionen. Grundlage eines Familien-Vermögens, das heute zu den größten Deutschlands gehört. An den Lost Places trifft das Filmteam auf Urban Explorer, Street Artists und ehemalige Arbeiter, Menschen, die auf der Suche sind, nach der Geschichte, nach Erinnerungen, nach einer Zukunft für die verfallenen Gebäude.

Lost Places

Klinikruinen - Das Tuberkulose-Schloss im Wald

Film von Lutz Rentner, RBB 2024

Die Doku erkundet drei der spektakulärsten und geheimnisvollsten Klinikruinen in Berlin und Brandenburg.

Bei Kolkwitz, südöstlich von Cottbus befindet sich das Tuberkulose-Schloss im Wald. Einst wurden hier Frauen gepflegt, die sich mit der tödlichen Tuberkulose infiziert hatten. Arbeiterinnen aus der umliegenden Textilindustrie. Mit dem Bau großzügiger Heilstätten versuchte man, der massenhaften Erkrankung zu begegnen. Nach dem Krieg wird die Klinik zu einem Reha-Zentrum für Herzpatienten. Seit 2007 steht das Gebäude leer, das Gelände wird zur Brache. Urban Explorer entdecken heute den verwunschenen Ort. Andreas Böttger gehört zu ihnen. Aus seiner Leidenschaft hat er einen Beruf gemacht, heute organisiert er offizielle Fototouren an Lost Places.

Honeckers Regierungskrankenhaus lag mitten im Bucher Stadtforst. Das riesige Gebäude aus den 1970er Jahren war der Nomenklatura der DDR-Partei- und Staatsführung vorbehalten. Erich Honecker gehörte zu den prominenten Patienten. Für ihn war eine eigene Suite reserviert. Die Vorzeigeklinik wurde nach der Wende dem Senat unterstellt und später an die Helioskliniken verkauft. Seit 2007 steht das Gebäude leer. Heute ist die einstige Klinik eine Ruinenlandschaft.

Anders die Bunkerklinik am Wannsee. Ein riesiges Areal mit Klinkerbauten, alten Patientenbaracken und einem gewaltigen Hochbunker. Ende der 1930er Jahre zieht in den Wald von Heckeshorn die Reichsluftschutzschule. Wenig später entscheidet die Wehrmacht, die zentrale Luftabwehr in und um Berlin nach hierher zu verlegen. Ein Hochbunker entsteht und wird Kommandozentrale der Luftwaffe. Nach dem Krieg errichten die Amerikaner auf dem Areal eine Lungenklinik. Der Bunker wird schließlich zum Notkrankenhaus.

An den Lost Places trifft das Filmteam auf Urban Explorer, Street Artists und ehemalige Arbeiter, Menschen, die auf der Suche sind, nach der Geschichte, nach Erinnerungen, nach einer Zukunft für die verfallenen Gebäude.

Der Brauhausberg in Potsdam - Potsdams Hügel

Film von Julia Baumgärtel und Attila Weidemann, br 2020

Leicht erhöht, aber von überall zu sehen, thront in Potsdam ein Bauwerk, das sichtbare Spuren der Vergangenheit trägt - vor allem den Abdruck des Parteisymbols der SED. Der Schriftzug zeugt von der Vergangenheit des Gebäudes als Sitz der SED-Bezirksleitung, vom Volksmund als "Kreml von Potsdam" tituliert. Es ist nur eines von mehreren geschichtsträchtigen Bauten auf dem Brauhausberg in Potsdam.

Als preußische Kriegsschule von Kaiser Wilhelm II. erbaut, wurde der Schwechten-Bau in der Weimarer Republik und der Nazizeit als Reichsarchiv genutzt. Nach der Wende wurde aus dem SED-Parteigebäude bis zum Jahr 2013 der Sitz des Brandenburger Landtags. Sich dem Potsdamer Brauhausberg zu nähern, gleicht einer Schatzsuche, einer Entdeckungstour in die Vergangenheit. Der Film öffnet die Türen zu Geschichte und Gegenwart des Areals, das 2014 von Immobilieninvestoren gekauft wurde und seitdem in einem Dornröschenschlaf liegt.

Seinen Namen trägt der Brauhausberg wegen der Bierbrauer, die sich ab dem 18. Jahrhundert hier ansiedelten. Auch sie hinterließen ihre Spuren am Hügel - alte Brauereikeller, heute teilweise eingestürzt und als Fledermausquartiere genutzt. Beliebte Ausflugslokale zogen Potsdamer und Berliner auf den Hügel mit Weitblick über die Havel. Und zu DDR-Zeiten lockte dann ein Freizeitkomplex mit Schwimmhalle und Terrassenrestaurant. Auf historischer Spurensuche haben die Autoren Julia Baumgärtel und Attila Weidemann einige Mysterien dieses Ortes aufgeklärt: von den Hinterlassenschaften der Bierbrauer über die Geschichte des NS-Widerstands auf dem Brauhausberg bis zu einem rätselhaften DDR-Bunker. Ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte mitten in Potsdam.

Spreewald - Die Wasserwelt der Sorben

Film von Sibylle Smolka, ZDF/arte 2021

Der Spreewald in der Nähe von Berlin ist eine in Europa einzigartige Wasserlandschaft aus natürlichen Fließen und angelegten Kanälen. Hier leben die Sorben, ein kleines slawisches Volk, das seine Sprache und viele seiner Traditionen und Bräuche bis in die heutige Zeit bewahrt hat. Das Biosphärenreservat Spreewald ist für viele Städter ein magischer Sehnsuchtsort ...

Der Spreewald in der Nähe von Berlin ist eine in Europa einzigartige Wasserlandschaft aus natürlichen Fließen und angelegten Kanälen. Hier leben die Sorben, ein kleines slawisches Volk, das seine Sprache und viele seiner Traditionen und Bräuche bis in die heutige Zeit bewahrt hat. Das Biosphärenreservat Spreewald ist für viele Städter ein magischer Sehnsuchtsort, für die junge Generation Sorben ist es ein Zuhause, das viele von ihnen jetzt neu entdecken. Sie geben Einblick in eine verwunschene Welt, in der es scheint, als sei die Zeit stehengeblieben.

Sebastian Sporn ist Kahnfährmann in dritter Generation. Er fährt im Sommer seine Gäste noch auf alten Holzkähnen über die Fließe und Kanäle. Sein Großvater hat ihm gezeigt, wie die kostbaren Erbstücke gepflegt werden.

Die Modedesignerin Sarah Gwiszcz entwirft Kleidung, die von traditionellen sorbischen Trachten inspiriert ist. Ihre Urgroßmutter hat noch jeden Tag Tracht getragen und fließend sorbisch gesprochen. Ihr größtes Projekt ist ihr eigenes Hochzeitskleid, das bis zur Hochzeit im Sommer fertig werden muss.

Auf einem traditionellen Spreewälder Bauernhof, der nur über das Wasser zu erreichen ist, wohnt und arbeitet Familie Kilka. Alles wird mit dem Kahn transportiert, auch der Traktor. Landwirt Sebastian hat sich vorgenommen, den Hof für seine vier Kinder so zu erhalten, wie er ihn von seinen Vorfahren übernommen hat.

Die traditionelle Tanzmusik der Sorben hat Gregor Kliem wiederentdeckt. Er kennt die typischen Instrumente und ihre Geschichte. Seine Folk-Band Serbska Reja spielt bei großen Festen in der Region zum Tanz auf. Die traditionelle Tanzmusik der Sorben hat Gregor Kliem wiederentdeckt. Er kennt die typischen Instrumente und ihre Geschichte. Seine Folk-Band Serbska Reja spielt bei großen Festen in der Region zum Tanz auf.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 25.09.2024 um 02:15 Uhr auf Phoenix.