

Er ist einer der größten Hoffnungsträger Afrikas: Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed. Im Dezember erhielt er den Friedensnobelpreis für die Aussöhnung mit Nachbar und Erzfeind Eritrea. In Äthiopien ist Abiy Ahmed aber durchaus umstritten. Im Frühling 2018 wurde er von der Einheitspartei zum Premierminister ernannt. Er entließ politische Gefangene, liberalisierte das Land und brachte es auf den Weg zu mehr Demokratie. Aber seine Politik hat auch eine Schattenseite. Im Vielvölkerstaat nehmen ethnische Spannungen zu.
Wirtschaftlich entwickelt sich Äthiopien weiter: Ein riesiger Damm soll den Nil stauen, immer mehr Textilfabriken entstehen, doch die Löhne reichen den Näherinnen kaum zum Leben. In diesem Jahr sollten freie Wahlen und damit eine Abstimmung über Ahmeds Politik stattfinden, doch die sind nun wegen der Corona-Pandemie erstmal verschoben. ARD-Korrespondentin Caroline Hoffmann über ein Land auf dem fragilen Weg in Richtung Demokratie. In "phoenix plus" ergänzen wir mehrmals täglich unsere Ereignis-Berichterstattung. Hier macht phoenix das, wofür der Sender steht: Themen vertiefen. Mit eigenen Reportagen, ausgewählten Beiträgen von ARD und ZDF und Expertengesprächen beleuchten wir ein Thema von vielen Seiten und liefern ein Plus an Information. Die Themen sind immer relevant und aktuell: Das Spektrum reicht vom veränderten Parteiensystem in Deutschland über den Korea-Konflikt, die Politik der Trump-Regierung im Westen und der Putin-Präsidentschaft im Osten bis zur Bedeutung des deutschen Vereinswesens für unsere Gesellschaft und der Arbeit der Geheimdienste. "phoenix plus" bietet diese Schwerpunkte in einer Länge von 30, 45, 60 oder 75 Minuten. Kurzum: Auch hier zeigt phoenix das ganze Bild - damit Sie sich eine fundierte Meinung bilden können.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 29.04.2020 um 15:30 Uhr auf phoenix.