

Wieviel brasilianisches Soja landet in den Futtertrögen deutscher Fleischproduzenten und welche Folgen hat das? Wenn Schweinemäster Kleine Holthaus Sojaschrot in seine Tröge kippt, weiß er wenig über die Herkunft der Proteine. Man hat ihm versichert, dass der Anbau fair sei. Aber kontrollieren kann er es nicht. Er braucht das Soja aus Übersee, um eine hohe Produktivität in seiner Mast zu erreichen. Ob dafür auch Regenwald abgeholzt oder niedergebrannt wurde, verrät der Lieferschein nicht.
Gesine und Eberhard Rühle begeben sich auf eine investigative Recherchereise durch Norddeutschland und Nordbrasilien, um die Verwendung und die Herkunft des eiweißreichen Sojafutters für die deutsche Fleischproduktion zu beleuchten. Sie zeigen den dramatischen Kahlschlag und Übergriffe auf brasilianische Kleinbauern, die am Ende mit Norddeutschland zu tun haben. Den Autoren gelingt der Nachweis, dass das Zertifikat für Kleine Holthaus Sojaschrot offenbar missbraucht wurde. Es hat Kahlschlag und Vertreibung und brutale Übergriffe auf zwei indigene Stämme offenbar nicht verhindert. Das Politik-Magazin mit Susanne Stichler geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 03.05.2020 um 17:30 Uhr auf tagesschau24.