

Ob Stadt oder Land: In Hessen ist das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen. Es sind nur noch wenige Menschen auf den Straßen. Läden, Sportplätze, Restaurants, Fahrschulen wurden dicht gemacht. Schulen und Kitas sind für die allermeisten geschlossen. Viele erfahren in diesen Tagen ein ganz anderes Lebensgefühl.
Sich selbst einschränken, nicht mehr nach draußen gehen, sich nicht mit Freunden treffen, in Restaurants, Schwimmbad, Theater oder Konzert gehen - der Alltag sieht plötzlich ganz anders aus. Für die meisten so viel gelebte Verantwortung wie nie. Für viele kommen Existenzängste dazu. Was noch vor ein paar Tagen selbstverständlich war, bricht plötzlich zusammen: Das Einkommen, die Aufträge, der Lebenstraum als Selbständiger, das Sicherheitsgefühl im Leben.
Wir wollen wissen, wie sich das anfühlt und reisen ins Marburger Land. Wir treffen Spieler eines Fußballclubs, die nicht mehr spielen dürfen. Sie wollen nicht tatenlos sein und denen helfen, die durch das Virus besonders gefährdet sind: alte Menschen. Für sie kaufen sie ein, fahren mit ihnen zum Arzt, bringen Medikamente oder führen den Hund aus. Wir treffen eine Schaustellerfamilie, die um ihre hart erarbeitete Existenz fürchtet und einen Oberbürgermeister, der trotz Krebserkrankung und bevorstehender Operation seine Stadt in der Krise managt. Eine Reportage von Franco Foraci
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.03.2020 um 19:00 Uhr auf HR.