

Die Filmemacherin Lourdes Picareta, deren Heimat die größte Provinz Portugals, der Alentejo, ist, hat ihr Land verlassen, um in Deutschland zu studieren. Aber jemand hat einmal gesagt: "Vergiss deine Vergangenheit nicht, blicke dabei in die Zukunft, um so eine starke Gegenwart zu schaffen."
In diesem Sinne beginnt Lourdes Picareta ihre Reise in ihrem Dorf, in Santa Iria, wo ein exquisites Bio-Olivenöl gemacht wird. Die Olivenbäume waren schon 500 Jahre alt, als die Portugiesen im 16. Jahrhundert zu ihren Entdeckungen in der neuen Welt aufbrachen. Mit diesem Öl wird "Acorda" zubereitet, eine Koriander-Suppe mit Kabeljau und Eiern, diesmal in einer urigen Kneipe, in der das Rezept von Männern an der Bar-Theke vorgesungen wird.
Diese Männerchöre des Alentejo sind seit November 2014 UNESCO- Kulturerbe und auch sie sind Teil einer Kindheit - als die Landarbeiter auf dem Weg zur Feldarbeit sangen. Mit ihnen hat die Autorin die Nelkenrevolution 1974 in Portugal erlebt, die den Menschen die Freiheit nach langjähriger Diktatur zurückgebracht hat. Alfredo Cunhal Sendim, Neffe eines Großgrundbesitzers - früher der Feind - überrascht heute mit seinen Ansichten.
Überrascht wird die Autorin auch von der 25-jährigen Vera Santos, einer jungen Frau, die Vorarbeiterin der Männer bei der Korkernte ist. Der Alentejo hat sich verändert, doch immer noch wandern viele aus. Neu ist, dass manche junge Leute zurückkommen. Joao Silva, ein Wanderbarbier, der von Beja aus in die Dörfer fährt. Pedro Mendes, Küchenchef in einem 5-Sterne-Hotel von Vila Vicosa, der rustikale Spezialitäten des Alentejo wie Eicheln oder das iberische Schwein in Haute Cuisine verwandelt.
Die Reise endet an der schwarzen Felsenküste des Alentejos mit seinen einsamen kilometerlangen Stränden, einem Urlaubsparadies. Hier trifft Lourdes Picareta auf Ute Gerhard, eine deutsche Pferdehofbesitzerin, die schon so lange in Portugal lebt wie sie in Deutschland.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 22.04.2020 um 11:10 Uhr auf BR.