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Expeditionen ins Tierreich

Wildes Frankreich - Weite Küste, raues Land
Sonntag, 22.03.2020 14:15 Uhr
NDR
Sonntag
22.03.2020
14:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Leben wie Gott in Frankreich, diese Redewendung kommt nicht von ungefähr. Aber es sind nicht nur die Menschen und ihr Lebensstil des Savoir-vivre, die Frankreich ausmachen: Das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen.
Im Fokus der zweiten Folge "Wildes Frankreich" stehen die Naturräume der Flüsse und Meeresküsten des Landes. Der Naturfilm hält fantastische Flugsequenzen und faszinierende Nahaufnahmen, aufwendige Zeitraffer- wie Zeitlupenszenen und malerische Landschaftspanoramen in spannenden Bildern und spektakulären Geschichten fest.
An der Atlantikküste nördlich von La Rochelle liegt der Marais Poitevin, eine ausgedehnte Sumpflandschaft mit einer spektakulären Tier- und Pflanzenwelt. Ursprünglich Marschland, das lange Zeit regelmäßig vom Meer überflutet wurde, entstand der heutige Marais Poitevin erst durch den Eingriff des Menschen: Im 12. Jahrhundert legten Benediktinermönche hier Dämme an und damit weite Bereiche trocken.
In einem schwer zugänglichen Teil findet sich eine große Kolonie von Reihern, die hier in den Kronen von Eschen brüten. Speziell im Frühjahr sind die Vögel nicht zu überhören, dann sorgen hier Tausende frisch geschlüpfte Küken für ohrenbetäubenden Lärm.
Die Cevennen sind eine wilde Bergregion im Süden Frankreichs. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Diese Greifvögel haben keinen allzu guten Ruf, aber sie spielen eine wichtige Rolle in diesem Ökosystem. Als "Entsorgungstrupp der Natur" beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so, dass Bakterien und Verwesungsgifte das Wasser verseuchen, auf das alle Lebewesen hier angewiesen sind.
Korsika beherbergt eine sehr ursprüngliche Natur. Das Naturschutzgebiet La Scandola ist das älteste von Korsika und sogar ganz Frankreichs. Sein Symboltier ist der Fischadler, dessen Bestand hier seit einiger Zeit wieder zunimmt.
Aber auch die Meeresgewässer vor La Scandola enthalten einen ungeheuren Reichtum an Tieren und Pflanzen. Ein besonderer Bewohner hier ist der Zackenbarsch. Zackenbarsche sind Hermaphroditen: Sie werden alle als Weibchen geboren, aber im Alter von zehn Jahren wechseln sie das Geschlecht und werden zu Männchen. Im Frühsommer versammeln sich Männchen und Weibchen. Sie umtanzen einander und wechseln dabei ihre Farben. Alles zum Zwecke der Verführung und Vermehrung.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.03.2020 um 14:15 Uhr auf NDR.