

In Klein-Glienicke gab es die "engste Stelle der DDR" - 15 Meter von Mauer zu Mauer.
Aus Sicht der Grenztruppen gehörte der Ort zu einem der am schwierigsten zu bewachenden Abschnitten der Berliner Mauer. Immer wieder kam es zu Republikfluchten. Zeitzeugen erinnern sich an ihre Erlebnisse und ihr Leben in Klein-Glienicke. Lonny von Schleicher beschreibt den Sommertag des Jahres 1934, an dem ihr Stiefvater Kurt von Schleicher, der letzte Reichskanzler vor Hitler, in Klein-Glienicke von SS-Schergen erschossen wurde, Gitta Heinrich spricht über ihre "Mauerkrankheit", Ruth Herrmann erinnert sich an ein "deutsch-deutsches Begräbnis". Franz Pateley, ehemaliger Major der Grenztruppen, erzählt aus seiner Zeit als "Kommandant für einen besonderen Raum" und Reinhard von Bronewski - ehemals West-Berliner Polizist, berichtet über seine irrwitzige Begegnung mit DDR-Grenzsoldaten im Mauerstreifen in den Tagen nach dem Mauerfall. Seltene Bilddokumente aus dem Sperrgebiet erzählen in dem Film von Jens Arndt von einem unwirklichen Ort und jenen, die hier wohnten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 10.04.2020 um 14:50 Uhr auf RBB.