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Länder-Menschen-Abenteuer

Heimat Tansania - Unter dem Kilimandscharo
Mittwoch, 25.03.2020 11:10 Uhr
BR
Mittwoch
25.03.2020
11:10 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Tansania, das Land unter dem Kilimandscharo, ist geprägt von einer Zeit, als es Deutsch-Ostafrika genannt wurde. Noch heute findet man an den Hängen des legendären Kilimandscharos alte Farmhäuser, die einst von deutschen Siedlern erbaut wurden. Aus der Kolonialzeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört den Tierärzten Elli Stegmaier und ihrem Mann Lazlo. Auf einer Höhe von über 1.000 Metern haben sich die beiden Deutschen ihren Traum von "einer Farm in Afrika" erfüllt.
Nicht weit vom Landhaus der beiden Deutschen entfernt, liegt die Momella-Farm. Anfang der 1960er-Jahre drehte dort der Schauspieler Hardy Krüger senior mit John Wayne den Hollywoodklassiker "Hatari". Dabei verliebte er sich in das Anwesen, kaufte es und errichtete eines der ersten Buschhotels in Ostafrika.
Auch in vielen Städten haben die Deutschen ihre Spuren hinterlassen. So stehen in Lushoto, das einst Wilhelmstal hieß, immer noch die alte Schlachterei und das Posthaus. Auch die Gleise der Usambarabahn aus früheren Tagen, die einst Tanga am Indischen Ozean mit der Stadt Moshi am Kilimandscharo verband, gibt es noch.
Filmemacher Michael Höft zeigt aber auch ein anderes Tansania fernab der Zivilisation. Er besucht ein abgelegenes Dorf der Massai. Der Stamm muss ständig neuen Weidegrund für die Rinder suchen, da ihre Zahl ständig wächst. Mit der Größe der Herden hat sich die Natur auffällig verändert. Wo das Vieh der Massai graste, finden andere Tiere oft kein Futter mehr. Ein weiterer Grund für die kleiner werdenden Wildbestände in Tansania ist der enorme Bevölkerungszuwachs des Landes.
Tierschwund gibt es aber auch in den Nationalparks wie dem größten Schutzgebiet Tansanias, dem Selous Game Reserve. Vor allem die Zahl der Elefanten verringert sich. Nach wie vor werden die Dickhäuter wegen ihrer Stoßzähne illegal gejagt. Ihr Bestand soll im Selous innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 70.000 auf 13.000 Exemplare gesunken sein.
Diese Dokumentation zeigt in opulenten Bildern, wie Menschen in den weiten Landschaften ihren Traum von Freiheit verwirklichen und sich für die Tierwelt engagieren. Der Autor gibt Einblicke in das ursprüngliche Leben der Massai und stellt erstaunt fest: Auch hier wollen die Teenager nicht auf alle Errungenschaften der Neuzeit verzichten. Während sie tagelang durch die Steppe marschieren, leistet ihnen das Handy Gesellschaft.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 25.03.2020 um 11:10 Uhr auf BR.