

"Sie steht noch", das waren die am häufigsten ausgesprochenen Worte in den Tagen nach dem Großbrand von Frankreichs berühmter Kathedrale Notre-Dame. Wo der Spitzturm stand, dort wo das Gewölbe eingestürzt ist, übernehmen ferngesteuerte Kräne und Bagger die Aufräumarbeiten. Es könnten weitere Trümmer herabfallen, daher gilt an der Einsturzstelle: Betreten verboten. Drumherum sind viele Bautrupps - wegen erhöhter Bleistaubwerte mit Schutzanzügen und Masken ausgestattet - im Dauereinsatz. Schließlich hat Staatspräsident Macron davon gesprochen, dass Notre-Dame in fünf Jahren wieder im alten Glanz erstrahlen soll. Die Korrespondenten des ZDF-Studios Paris Thomas Walde, Christel Haas und Daniela Bach waren nicht nur auf Frankreichs größter Baustelle unterwegs.
Sie berichten auch über Marion Maréchal, die Nichte von Marine Le Pen. Mit einer neu gegründeten Privathochschule in Lyon will sie der vermeintlichen Dominanz der Linksintellektuellen in Frankreich entgegenwirken. Ihr Engagement für eine "Kaderschmiede neuer, rechter Eliten" könnte auch dazu dienen, langfristig in die Politik zurückzukehren.
Auch wenn die Gelbwestenbewegung etwas abgeflaut ist, fühlen sich viele Franzosen nach wie vor abgehängt, vor allem in der Provinz. Gerade dort wollen viele Bürgermeister ihr Amt an den Nagel hängen. Als Vertreter des Staates sind sie oft Blitzableiter. Jede Reform führt zu Beschwerden und die landen erst mal bei den örtlichen Bürgermeistern. Das führt zu Frust.
Außerdem haben die Korrespondenten ein Altersheim für Fremdenlegionäre mit angeschlossenem Weinanbau besucht, einen Obdachlosen-Friseur in Paris kennengelernt, dem Fensterputzer der Louvre-Pyramide bei der Arbeit zugeschaut und den Mann begleitet, der in der Normandie den Garten des Malers Claude Monet mit seinen berühmten Seerosen in Ordnung hält.
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Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 05.02.2020 um 13:15 Uhr auf phoenix.