

Die neun Heiligen Berge - acht im Piemont, einer in der Lombardei - sind Pilgerstätten, die an die Stelle des verlorenen Jerusalem treten sollten. "Ein neues Jerusalem", so steht es denn auch über dem Tor zu dem ältesten (1491) und bedeutendsten der Sacri Monti in Varallo am Fuße der Westalpen. In mehr als vierzig Kapellen wird hier die Geschichte Christi erzählt. Mit lebensgroßen, wie lebendig wirkenden Figuren, die zu höchst expressiven und oftmals erschütternden Ensembles gruppiert sind.
Der Sacro Monte di Orta dagegen, bezaubernd über dem Orta-See gelegen, ist ganz dem Hl. Franz von Assisi gewidmet und stellt ihn als zweiten Christus dar. Den revolutionären Gedanken darin nehmen heutige Besucher, oftmals eher Verliebte als Pilger, kaum zur Kenntnis.
Der Sacro Monte di Oropa schließlich, wo der Film beginnt, ist ein echter Ort des Volksglaubens, eine riesige Wallfahrtsstätte in 1200 Metern Höhe über der alten Stadt Biella. Seit Jahrhunderten suchen Menschen hier Trost und Hilfe bei der als wundertätig verehrten Schwarzen Madonna von Oropa.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 18.01.2020 um 07:00 Uhr auf phoenix.