

"Bei uns gibt es die Tradition, dass ein verständlich schreibender Philosoph nichts taugen kann, nach dem Motto: Das kann so schlau nicht sein. Das verstehe ja selbst ich", so der Philosoph Richard David Precht in einem Interview mit dem SZ Magazin.
Precht, der auch komplexe philosophische Themen allgemeinverständlich und pointiert beschreiben kann, landete mit seinem Buch "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" einst einen Bestseller und erreichte von da an mit seinen Sachbüchern zu den Themen Bildung, Liebe, Umgang mit Tieren, Philosophie und Digitalisierung ein Millionenpublikum.
In "phoenix persönlich" spricht Alfred Schier mit dem Philosophen und Autor Richard David Precht über sein Selbstverständnis als Philosoph, die Veränderung unseres Parteiensystems, das weltweite Erstarken des Rechtspopulismus und den Wandel unserer Gesellschaft durch die Digitalisierung.
Precht sieht die Menschen nicht hinreichend auf diesen fundamentalen Wandel vorbereitet und wirft vor allem der Politik vor, zu schlafwandlerisch zu agieren und die Herausforderungen nicht zu erkennen, die damit einhergehen. "Sollten wir der Digitalisierung mit der gleichen Verantwortungslosigkeit begegnen wie der Zukunft unseres Planeten, so sind die Errungenschaften der Aufklärung und des bürgerlichen Zeitalters schon in Kürze passé", warnt Precht.
In "phoenix persönlich" stellt sich eine Persönlichkeit mit interessanter Vita aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft oder Politik den Fragen der Gastgeber Michael Krons, Inga Kühn und Alfred Schier, die die Sendung im Wechsel moderieren. Ganz auf die Person konzentriert, steht "phoenix persönlich" für ein intensives Gespräch über Hintergründe, Lebensentwürfe und Erfahrungen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 20.12.2019 um 18:00 Uhr auf phoenix.