

Die Zwergmenschen auf Neuguinea sind die kleinsten Menschen der Welt. Mit einer Größe von höchstens 130 Zentimetern bei Frauen und 140 Zentimetern bei Männern sind die Kimyal noch kleiner als die afrikanischen Pygmäen. Trotz Epidemien, hoher Kindersterblichkeit und Stammesfehden nimmt die Bevölkerungszahl zu. Im Jahr 2007 gab es etwa 1.000 Stammesmitglieder. Sie wohnen in Dörfern mit etwa 40 bis 150 Bewohnern im südöstlichen Ausläufer des zentralen Hochgebirges von Papua (West-Neuguinea). In den höheren Regionen leben stets die kleinsten Stammesmitglieder. Dort oben, fernab von Missionseinflüssen, leben die Kimyal noch streng traditionell. Seit frühester Kindheit klettern sie mehr als andere Papuastämme barfuß im Gebirge. Deshalb haben sich ihre Füße bestens an die extreme Umwelt angepasst, was am großen Abstand zwischen großer und mittlerer Zehe erkennbar ist, was dem großen Zeh eine Greiffunktion ermöglicht. Ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Leben eines Bergpygmäen ist das Schweinefest. In kalten Nächten dienen Schweine sogar als Wärmespender. Besitzt ein junger Mann Schweine, darf er heiraten. Im Film werden einige Männer bei der Jagd mit Pfeil und Bogen und beim Fangen von Paradiesvögeln begleitet, beim Bau einer neuen Brücke aus Rohrgeflecht und beim Feiern des Schweinefestes zur Beendigung eines Konfliktes.
Die beiden deutschen Brüder Roland und Rainer Garve besuchen ein Dorf der Kimyal. Roland trifft den Stammesältesten Sebiat wieder, mit dem er bereits vor 18 Jahren in Papua Freundschaft schloss.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 09.09.2019 um 11:10 Uhr auf BR.